Start Entwicklung AMD Ryzen 7 9800X3D angekündigt: erster vollständig entsperrter X3D-Gamingchip für 479 Dollar

AMD Ryzen 7 9800X3D angekündigt: erster vollständig entsperrter X3D-Gamingchip für 479 Dollar

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AMD Ryzen 7 9800X3D angekündigt: erster vollständig entsperrter X3D-Gamingchip für 479 Dollar
AMD Ryzen 7 9800X3D angekündigt: erster vollständig entsperrter X3D-Gamingchip für 479 Dollar - Bild: https://ir.amd.com/news-events/press-releases/detail/1225/the-gaming-legend-continues-amd-introduces

AMD hat den Ryzen 7 9800X3D als neues Spitzenmodell für Spiele-Desktops vorgestellt. Der Achtkerner auf Basis der Zen-5-Architektur erscheint mit der zweiten Generation der 3D-V-Cache-Technik und einer empfohlenen Verkaufspreisangabe von 479 US-Dollar, wie der Hersteller am 31. Oktober 2024 mitteilte. Der Marktstart ist für den 7. November 2024 angesetzt. Technisch wechselt AMD beim 9800X3D die Anordnung der Chiplets: Der Cache-Stapel sitzt nun unter dem Rechenkern statt darüber. Schon im Vorfeld der gamescom 2024 hatten sich Hinweise auf ein größeres AMD-Event verdichtet.

Der Prozessor bringt 8 Kerne und 16 Threads mit, dazu insgesamt 104 MByte Cache, davon 64 MByte aus dem zusätzlichen 3D-V-Cache-Die. Die Basistaktrate liegt bei 4,7 GHz, der Boost-Takt erreicht bis zu 5,2 GHz. Die thermische Verlustleistung gibt AMD mit 120 Watt an. Damit hebt sich der 9800X3D vom Vorgänger Ryzen 7 7800X3D ab, der mit niedrigeren Taktraten und einer TDP von 120 Watt bei gesperrtem Multiplikator antrat.

Cache unter dem Rechenkern, freier Multiplikator

Bei den bisherigen X3D-Modellen lag der zusätzliche Cache-Die oberhalb des Rechenchiplets und behinderte die Wärmeabfuhr, was niedrigere Taktraten erzwang. Beim 9800X3D dreht AMD die Reihenfolge um. Das Core Complex Die liegt jetzt direkt unter dem Heatspreader und damit näher an der Kühlung, der Cache wandert darunter. Das senkt die Temperatur der Zen-5-Kerne und erlaubt höhere Frequenzen. Aus dieser Bauweise ergibt sich eine Neuerung für Übertakter: Der 9800X3D ist laut AMD der erste X3D-Prozessor mit vollständig entsperrtem Multiplikator und damit ohne die bisherigen Beschränkungen beim manuellen Übertakten.

AMD nennt für Spiele eine durchschnittliche Mehrleistung von bis zu 8 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration und bis zu 20 Prozent gegenüber dem Wettbewerb. In einzelnen Titeln fällt der Abstand größer aus, etwa bei den 1-Prozent-Low-Frameraten in The Last of Us Part 1, wo der Hersteller einen Zuwachs von 31 Prozent angibt. Jack Huynh, Senior Vice President und General Manager der Computing- und Graphics-Sparte bei AMD, sprach bei der Vorstellung davon, man hebe die Gaming-Leistung auf ein bisher nicht erreichtes Niveau.

Was der Chip fürs PC-Performance-Tuning bedeutet

Für Studios, die PC-Versionen ihrer Titel optimieren, definiert der 9800X3D die Referenzplattform am oberen Ende neu. Der große L3-Cache wirkt vor allem in CPU-limitierten Szenen, in denen Simulation, KI und Streaming die Bildrate begrenzen statt der Grafikkarte. Wer Profiling und Benchmarking auf eine breite Hardwarebasis stützt, kommt am 9800X3D als Spitzenwert kaum vorbei. Der freie Multiplikator erweitert zudem den Spielraum für die Reproduzierbarkeit von Messreihen, weil sich Takt und Spannung gezielter festlegen lassen. Ähnliche High-End-Plattformen rückten zuletzt auch bei den Gaming-Hardware-Ankündigungen von MSI in den Mittelpunkt.

Der Prozessor nutzt weiterhin den Sockel AM5 und läuft auf Mainboards mit AMD-600- und 800-Serie-Chipsätzen. Damit bleibt der Aufrüstpfad für bestehende Zen-4-Systeme erhalten. Mit dem Verkaufsstart am 7. November 2024 und der Preisangabe von 479 US-Dollar positioniert AMD den Chip oberhalb des Ryzen 7 7800X3D, der bislang als verbreitete Empfehlung für reine Spielerechner galt.

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