Activision Publishing hat zum Marktstart von Call of Duty: Ghosts weltweit Ware im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar in den Handel geliefert. Das Unternehmen, eine Tochter der Activision Blizzard, Inc., teilte am 6. November 2013 mit, dass dieser Betrag bereits am ersten Verkaufstag erreicht wurde. Der Titel war am 5. November 2013 erschienen und startete nach Angaben des Publishers mit rund 15.000 Mitternachtsverkäufen rund um den Globus.
Sell-in statt Verkauf an Endkunden
Die Milliardenmarke bezieht sich auf den sogenannten Sell-in, also die Menge an Ware, die Activision an Handelsketten und Distributoren ausgeliefert hat. Sie sagt damit aus, wie viele Einheiten der Publisher in die Regale gebracht hat, nicht wie viele Spiele tatsächlich an Endkunden verkauft wurden. Diese Abgrenzung ist branchenüblich, weil Hersteller den Abverkauf an Konsumenten erst zeitversetzt erfassen können. Mehrere Beobachter wiesen seinerzeit darauf hin, dass Take-Two beim Konkurrenztitel Grand Theft Auto V kurz zuvor Zahlen zum Sell-through, also zum tatsächlichen Verkauf an Spieler, kommuniziert hatte. Ein direkter Vergleich der beiden Milliardenmeldungen ist deshalb nur eingeschränkt möglich.
Starttitel für die neue Konsolengeneration
Der Verkaufsstart fiel mit dem Wechsel auf die neue Hardwaregeneration zusammen. Call of Duty: Ghosts kam zunächst für die bestehenden Plattformen heraus und sollte kurz darauf auch zum Start von Xbox One und PlayStation 4 verfügbar sein. Eric Hirshberg, CEO von Activision Publishing, bezeichnete den Titel als zentralen Launch-Titel für die kommenden Konsolen und erwartete für Ghosts den nach Stückzahlen erfolgreichsten Start auf Xbox One und PlayStation 4. Entwickelt wurde das Spiel von Infinity Ward. Für Activision Blizzard war die Reihe zu diesem Zeitpunkt die wirtschaftlich wichtigste Marke im Portfolio und ein wesentlicher Treiber der Jahresplanung. Wie sehr die Marke das Geschäft trug, zeigte sich später auch im Zuge der Diskussion um den Beitrag von Activision Blizzard zum Xbox-Geschäft.
