Activision gab am 6. November 2007 die Verfügbarkeit von Call of Duty 4: Modern Warfare im US-Handel bekannt. Entwickelt von Infinity Ward, erschien der Titel für Xbox 360, PlayStation 3 und Windows. In Nordamerika lag das Spiel ab dem 5. November 2007 in den Regalen, Australien folgte am 7. November und Europa am 9. November. Mit dem Release brach das Studio mit dem bis dahin prägenden Schauplatz der Serie, dem Zweiten Weltkrieg, und verlegte die Handlung in einen fiktiven Gegenwartskonflikt.
Bis zu diesem Punkt spielten alle Hauptteile der Reihe im Zweiten Weltkrieg. Nach Call of Duty 2 entschied sich das Team bei Infinity Ward, dieses Setting hinter sich zu lassen und auf moderne Ausrüstung, aktuelle Waffensysteme und ein zeitgenössisches Szenario zu setzen. Activision bewarb den Titel zum Start mit hochauflösender Grafik, 5.1-Surround-Sound und einem auf die Community ausgerichteten Mehrspielermodus. Technisch setzte das Studio auf die hauseigene IW-3.0-Engine, die dynamische Beleuchtung, HDR-Lichteffekte, dynamische Schatten und Tiefenschärfe lieferte.
Der Bruch mit dem Zweiten Weltkrieg
Der Wechsel des Schauplatzes war für Infinity Ward eine grundlegende Richtungsentscheidung. Statt nachgestellter historischer Schlachten rückten Spezialeinheiten, asymmetrische Gefechte und ein erzählerisch dichter Einzelspielerstrang in den Mittelpunkt. Die Kampagne wechselte zwischen britischen und US-amerikanischen Einheiten und führte Figuren ein, die in den Folgejahren zur Markenidentität der Reihe wurden. Der modernisierte Ansatz erlaubte zudem ein verändertes Waffen- und Gadget-Design, das sich vom Arsenal der Vorgänger deutlich absetzte.
Mehrspielermodus als langfristiges Fundament
Neben der Kampagne stand der Mehrspielermodus im Zentrum der Vermarktung. Activision hob beim Start die community-orientierte Ausrichtung hervor, die mit einem Erfahrungs- und Freischaltsystem für Waffen, Aufsätze und Perks arbeitete. Dieses Fortschrittsmodell prägte das Onlinedesign der Serie über viele Folgetitel hinweg. Mit dem Release auf Xbox 360, PlayStation 3 und Windows adressierte Infinity Ward zugleich die damals aktuelle Konsolengeneration und den PC-Markt. Der Mac-OS-X-Port folgte später durch Aspyr, eine Wii-Umsetzung lieferte Treyarch 2009 nach.