Microsoft hat das Performance- und Debugging-Werkzeug PIX on Windows am 18. März 2021 in der Version 2103.16 veröffentlicht. Die Ausgabe bringt einen Verlauf zuletzt gestarteter Anwendungen, Unterstützung für Umgebungsvariablen beim Start und mehrere Kameras im Mesh-Viewer. PIX ist die hauseigene Profiling-Software für DirectX-12-Titel und richtet sich an Entwickler, die GPU- und CPU-Verhalten auf Windows und Xbox analysieren.
Schnellerer Start über zuletzt genutzte Konfigurationen
PIX merkt sich nun die Startkonfiguration der zehn zuletzt gestarteten Anwendungen. Über die Schaltfläche „Recent…“ in der Box „Select Target Process“ lassen sich diese Einträge wieder aufrufen, samt der jeweils gesetzten Optionen. Der Verlauf funktioniert sowohl für klassische Win32-Anwendungen als auch für UWP-Apps und bleibt über mehrere Sitzungen hinweg erhalten. Damit entfällt das wiederholte Eintippen von Pfaden und Parametern, wenn dieselbe Anwendung mehrfach analysiert wird.
Eng damit verknüpft ist die neue Möglichkeit, beim Start Umgebungsvariablen zu setzen. Diese werden als Teil des Startverlaufs gespeichert. Für das Kommandozeilenwerkzeug pixtool kommt der Parameter „–setenv“ hinzu, der Variablen in der Form „VARNAME=VARVALUE“ entgegennimmt. Mehrere Variablen lassen sich in einem einzigen Aufruf übergeben, was automatisierte Capture-Läufe und Skripte vereinfacht. Solche Werkzeuge bleiben fester Bestandteil des Xbox-Entwicklerumfelds, wie zuletzt die GDK-Plug-ins und Studio-Technologien rund um Unreal gezeigt haben.
Mehrere Kameras für große Beschleunigungsstrukturen
Der Mesh-Viewer unterstützt jetzt mehrere Kameras. Eine neue Kamera entsteht, indem im Kombinationsfeld ein Name eingetragen und mit Enter bestätigt wird. Zwischen den angelegten Kameras lässt sich anschließend schnell wechseln. Microsoft nennt als Anwendungsfall das Navigieren in umfangreichen Top-Level-Acceleration-Structures (TLAS), bei denen feste Blickpunkte das Inspizieren erleichtern. Eine Einschränkung bleibt: Die Kamerapositionen werden beim Speichern der Capture-Datei nicht mitgesichert.
Daneben enthält 2103.16 eine Reihe kleinerer Korrekturen und Erweiterungen. Dazu zählen zusätzliche Daten zu Timing-Captures in der Ansicht „Element Details“, ein behobener UI-Absturz bei Shader-Tables mit ShaderRecordStrideInBytes gleich null sowie Verbesserungen bei der GPU-Capture-Aufnahme von Placed Resources. Hinzu kommen Fehlerbehebungen für Hybrid-Geräte und HoloLens 2, erweitertes Logging der Betriebssystemversion, Unterstützung für neue D3D12-Funktionen samt Shader-Cache-APIs sowie Anpassungen bei Tiled Resources und beim Capture und Replay von State Objects. PIX on Windows steht zum kostenlosen Download im PIX-on-Windows-Blog bereit.