Das PIX-Team von Microsoft hat am 24. Mai 2022 die Version PIX 2205.24 veröffentlicht, die das Profiling- und Debugging-Werkzeug erstmals nativ auf Arm64 lauffähig macht und ein Qualcomm-Plugin mitbringt. Grafikentwickler bekommen damit direkte Werkzeugunterstützung auf Arm-basierter Windows-Hardware, ohne auf x64-Alternativen ausweichen zu müssen. PIX ist Microsofts Performance-Tool für die Analyse von Direct3D-12-Anwendungen.
Native Arm64-Version und Qualcomm-Plugin
Mit dem Release liegt PIX in einer nativen Arm64-Fassung vor, die Debugging und Profiling direkt auf Arm-basierten Windows-Geräten erlaubt. Sowohl die x64- als auch die Arm64-Variante enthalten Binärdateien zum Erfassen von GPU-Daten über Architekturgrenzen hinweg. Für Arm64-Geräte empfiehlt das Team die native Arm64-Version, da diese aus Leistungsgründen vorteilhafter arbeitet. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch ein neues Qualcomm-Plugin, das Debugging und Profiling auf Qualcomm-GPUs ermöglicht.
Unterstützt werden konkret die Adreno-685- und Adreno-690-GPUs des Surface Pro X, die Adreno-GPU des 8cx Gen 3 im Lenovo ThinkPad X13s sowie die Adreno-630-GPU der HoloLens 2. Das Plugin liefert in dieser Fassung sogenannte Event List Counters, also Qualcomm-spezifische Zählerwerte auf niedriger Ebene, die neben jedem GPU-Event in der Event-Liste von PIX angezeigt werden. Für spätere Versionen sind High Frequency Counters angekündigt, die solche Zähler als Verlauf über die Zeit darstellen.
Timing-Einschränkung und weitere Korrekturen
Das Team weist auf eine technische Einschränkung beim Sammeln von Timing-Informationen hin: PIX ruft vor der Erfassung SetStablePowerState() auf, was auf mobilen GPUs wie jenen von Qualcomm zu langsameren ausgewiesenen Leistungswerten führen kann. Neben den Architektur-Neuerungen enthält das Release weitere Korrekturen und Aktualisierungen, darunter Anpassungen rund um Shader Model 6.6, Updates am D3D12 Agility SDK sowie Verbesserungen an der Oberfläche.
