June 2022 GDK Update 2: PlayFab-Party-Stabilität und Direct3D-12-Header-Konvergenz

Microsoft hat am 17. August 2022 das June 2022 GDK Update 2 veröffentlicht. Die Aktualisierung des Game Development Kit (GDK) ist als reines Fehlerbehebungs-Release ausgelegt und bringt keine neuen Funktionen. Im Mittelpunkt stehen die Stabilität der Netzwerkbibliothek PlayFab Party beziehungsweise PFMultiplayer sowie eine Angleichung der öffentlichen Direct3D-12-Header zwischen PC- und Xbox-Plattform. Das Release richtet sich an Studios, die auf Basis des GDK für Xbox-Konsolen und Windows-PC entwickeln.

Drei Korrekturen in PFMultiplayer 1.1.5

Die Multiplayer-Komponente PFMultiplayer wird mit dem Update auf Version 1.1.5 angehoben und behebt drei Probleme im Netzwerkverhalten. Korrigiert wurde zunächst die Cookie-Behandlung in XCurl: Bislang injizierte XCurl bei HTTP-Anfragen automatisch Cookies, was vom Verhalten von LibCurl abwich. Mit dem Update entfällt das automatische Persistieren, sodass sich XCurl an der LibCurl-Semantik orientiert.

Ein zweites Problem betraf den Funktionsaufruf PFMultiplayerUninitialize, der bei einem unerwartet getrennten WebSocket unbegrenzt blockieren konnte. Drittens ließ sich PubSub nach einem WebSocket-Fehler nicht mehr neu verbinden, wodurch betroffene API-Operationen ebenfalls dauerhaft stehen blieben. Alle drei Korrekturen sind im VPack-Update auf PFMultiplayer 1.1.5 enthalten und adressieren Stabilitätsrisiken, die sich in produktiven Multiplayer-Szenarien als hängende Verbindungen äußern konnten.

Annäherung der Direct3D-12-Header und Installationshinweis

Auf Grafikseite gleichen sich die öffentlichen Direct3D-12-Header zwischen PC und Xbox stärker an. Zuvor zwischen den Plattformen nicht unterstützte APIs werden laut Release Notes nun explizit im Debug Layer als solche gekennzeichnet. Die Header enthalten dabei teils Funktionalität wie D3D12_BARRIER_ACCESS, für die der Treiber noch nicht alle neuen Ergänzungen unterstützt. Entwickler, die mit den Toolchains für Xbox One und Xbox Series X|S arbeiten, müssen doppelte Includes aus dem Windows 10 SDK entfernen, um Konflikte bei Definitionen zu vermeiden.

Beim Installationsvorgang weist Microsoft auf eine Voraussetzung hin: Wer im Oktober 2021 manuell .vsix-Dateien für Visual Studio 2022 installiert hat, muss diese vor der Aktualisierung auf das June 2022 GDK beziehungsweise GDKX deinstallieren. Andernfalls drohen Fehler beim Debugging und Deployment in Visual Studio 2022. Der vollständige Änderungsumfang ist in den Release Notes auf GitHub dokumentiert.

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