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Halo: Reach Multiplayer-Beta: 2,7 Millionen Spieler testen Bungies neue Sandbox

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Halo: Reach Multiplayer-Beta: 2,7 Millionen Spieler testen Bungies neue Sandbox
Halo: Reach Multiplayer-Beta: 2,7 Millionen Spieler testen Bungies neue Sandbox - Bild: Microsoft

Mit dem Start der öffentlichen Multiplayer-Beta zu Halo: Reach am 3. Mai 2010 hat Bungie seine umgebaute Mehrspieler-Sandbox erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Test lief bis zum 20. Mai 2010 über Xbox Live und stand allen Käufern von Halo 3: ODST offen, deren Disc als Zugangsschlüssel diente. Microsoft Game Studios und Bungie bezifferten die Beteiligung anschließend auf mehr als 2,7 Millionen Spieler, was den Testlauf zum bis dahin größten Konsolen-Beta-Test machte und das Volumen der Halo-3-Beta nach Herstellerangaben mehr als verdreifachte.

Über den Zeitraum von gut zwei Wochen absolvierten die Teilnehmer laut Bungie und Microsoft mehr als 13 Millionen Online-Partien und protokollierten über 16 Millionen Stunden Spielzeit. Umgerechnet entspricht das einer kumulierten Spieldauer von über 1.826 Jahren. Für die Matchmaking-Teilnahme war ein Xbox-Live-Gold-Konto erforderlich, während Inhaber eines Silver-Kontos auf die Anpassungsfunktionen zugreifen konnten.

Neue Sandbox-Mechaniken im Praxistest

Im Zentrum des Tests stand die Ablösung des Equipment-Systems aus Halo 3 durch sogenannte Armor Abilities. Diese wiederverwendbaren Fähigkeiten, darunter Sprint, Jetpack, Armor Lock und aktive Tarnung, ließen sich über Loadouts vor dem Respawn auswählen und veränderten das taktische Tempo gegenüber den Vorgängern spürbar. Ergänzend testete Bungie ein neues Credits-System zur Freischaltung von Rüstungsteilen sowie ein angepasstes Ranglistensystem. Über ein Voting-Verfahren konnten die Teilnehmer am Ende jeder Partie zwischen mehreren Karten und Spielvarianten abstimmen.

Für die Beta standen vier Karten bereit: Powerhouse, Sword Base, Boneyard und Overlook. Mit Headhunter, Invasion, Generator Defense und Stockpile führte Bungie zudem mehrere neue Spielmodi ein. Besonders der Invasion-Modus, in dem Spartans und Sangheili in mehreren Phasen um Zielpunkte kämpfen, sammelte über die hohe Spielerzahl früh belastbare Daten zur Balance und Serverlast.

Datenbasis für den finalen Build

Für Bungie diente der Testlauf primär als Telemetrie-Werkzeug. Insgesamt registrierte das Studio über 1,1 Milliarden Kills, deren Verteilung über Waffen, Karten und Fähigkeiten Rückschlüsse auf Balancing-Probleme erlaubte. Die aus der Beta gewonnenen Daten flossen in Anpassungen am finalen Build ein, bevor Halo: Reach am 14. September 2010 weltweit und am 15. September in Japan erschien. Der Beta-Test markierte damit den Übergang der Multiplayer-Entwicklung aus der geschlossenen Studioumgebung in einen Praxistest mit Millionen parallel agierender Spieler.

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