InvestGame: Gaming-Deals 2024 erreichen 23,2 Milliarden US-Dollar, Privatinvestitionen legen um 78,5 Prozent zu

Das Analysehaus InvestGame hat am 23. Januar 2025 seinen Global Gaming Deals Report 2024 veröffentlicht und kommt darin auf ein gesamtes Transaktionsvolumen der Spielebranche von 23,2 Milliarden US-Dollar für das Kalenderjahr 2024. Gezählt wurden 665 abgeschlossene Deals über alle Segmente, 14 Prozent mehr als 2023. Der Gesamtwert sank nominal allerdings um 72,5 Prozent. Den Hauptgrund sieht InvestGame im Wegfall der Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard, die das Vergleichsjahr 2023 statistisch dominiert hatte. Rechnet man diesen Einmaleffekt heraus, kletterte der Transaktionswert nach Angaben des Hauses um 46,8 Prozent. Microsoft musste rund um die Akquisition 250 Millionen US-Dollar in einem Aktionärsstreit zahlen.

Privatinvestitionen als Wachstumstreiber

Am stärksten fielen die Privatinvestitionen auf. Ihr Jahresvolumen legte laut InvestGame um 78,5 Prozent auf rund 5 Milliarden US-Dollar zu. Aktivstes Feld blieb mit deutlichem Abstand das Private Equity: 466 abgeschlossene Deals bedeuten ein Plus von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Frühphasen-Finanzierungen hielten sich weitgehend stabil, während Spätphasen-Runden nach Einschätzung des Hauses unter knapper Liquidität litten. Der Report führt mehrere Beispiele an: die Beteiligung von Disney an Epic Games über 1,5 Milliarden US-Dollar, eine Finanzierungsrunde von Aonic über 152 Millionen Euro und eine Runde für Build A Rocket Boy in Höhe von 110 Millionen US-Dollar.

Bei Mergers and Acquisitions kam InvestGame auf 147 abgeschlossene Transaktionen, ein Anstieg von 18,5 Prozent. Die größten Übernahmen: EQT kaufte Keywords Studios für 2,8 Milliarden US-Dollar, Playtika übernahm SuperPlay für bis zu 2 Milliarden US-Dollar, Miniclip griff bei Easybrain für 1,2 Milliarden US-Dollar zu, CVC Capital sicherte sich Jagex für 1,1 Milliarden US-Dollar, und MTG holte Plarium für bis zu 820 Millionen US-Dollar.

Börsengänge und der Schwenk zu Plattform-Deals

Bei den Börsengängen verzeichnete InvestGame 52 Transaktionen, 18,1 Prozent mehr als 2023. Besonders heraus stach das Listing von Shift Up. Die Emission brachte rund 320 Millionen US-Dollar ein und gilt damit als größter südkoreanischer Gaming-Börsengang seit Krafton; nach dem Debüt legte die Aktie um etwa 50 Prozent zu. Insgesamt beschreibt InvestGame 2024 als Erholungsjahr, geprägt von strategischen Anpassungen, einem Schwenk hin zu Plattform- und Technologieinvestitionen und Restrukturierungen börsennotierter Anbieter wie Embracer Group und SEGA. Das Corporate Venture Capital asiatischer Akteure wie Tencent und Krafton richtete sich nach Angaben des Hauses vor allem auf Inhalte. Gleichzeitig verlagerte sich das Marktgeschehen stärker auf langfristig und zielorientiert angelegte Transaktionen.

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