Valve hat am 12. November 2025 eine neue Generation eigener Spiele-Hardware vorgestellt. Den Kern bildet eine zweite Steam Machine, ein kompakter SteamOS-Rechner fürs Wohnzimmer. Gemeinsam mit ihr kündigte Valve das Standalone-VR-Headset Steam Frame und eine zweite, überarbeitete Generation des Steam Controllers für 2026 an. In der offiziellen Store-Auflistung steht die Steam Machine mit Erscheinungstermin 30. Juni 2026 und einem Preis von 1.039,00 Euro.
Würfelförmiger Mini-Rechner mit AMD-Custom-Chip
Die Steam Machine steckt in einem fast würfelförmigen Gehäuse, das etwa 156 mal 152 mal 162 Millimeter misst. Im Inneren arbeitet ein von AMD gefertigter Custom-Prozessor auf Zen-4-Basis: sechs Kerne, zwölf Threads, bis zu 4,8 GHz Takt. Die Grafikeinheit setzt auf RDNA 3 mit 28 Compute Units bei dauerhaft 2,45 GHz und 8 GB GDDR6. Valve vergleicht die Leistung mit einer Radeon RX 7600M. Dazu kommen 16 GB DDR5 als Arbeitsspeicher.
Damit ist die Steam Machine nach Angaben von Valve rund sechsmal so leistungsfähig wie das Steam Deck. Als Zielmarke nennt der Hersteller 4K bei 60 Bildern pro Sekunde, wobei FidelityFX Super Resolution und Raytracing parallel aktiv sein können. Für die Bildausgabe liegen DisplayPort und HDMI bereit. Hinzu kommen kabelgebundenes und kabelloses Netzwerk, Bluetooth, mehrere USB-Ports sowie eine eigene Funkverbindung für den Steam Controller. Als Betriebssystem läuft SteamOS.
Steam Frame: VR ohne Kabel zum PC
Das ebenfalls für 2026 angekündigte Steam Frame stellt Valve als Nachfolger des Valve Index auf, diesmal jedoch als eigenständiges Headset mit Inside-out-Tracking. Statt am Pan zu hängen, rechnet das Gerät selbst: ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 mit 16 GB LPDDR5X, erhältlich in Varianten mit 256 GB und 1 TB internem Speicher. Die Optik nutzt LCD-Displays mit 2160 mal 2160 Pixeln pro Auge, Pancake-Linsen und Bildwiederholraten von 72, 80, 90, 120 und 144 Hz. Den Augenabstand stellt ein Rad physisch ein.
Die Basiseinheit wiegt laut Valve 185 Gramm. Mit montiertem Standard-Gesichtsinterface, Akku und Riemen sind es 440 Gramm. Wie die Steam Machine läuft auch das Steam Frame auf einem Linux-basierten SteamOS und führt Software nativ aus, VR-Titel ebenso wie Spiele ohne VR. Damit geht das Headset direkt gegen Android-basierte Standalone-Geräte wie die Meta-Quest-Reihe ins Rennen. Zusammen mit dem neu aufgelegten Steam Controller bilden die drei Geräte eine abgestimmte Hardware-Linie, mit der Valve seine SteamOS-Plattform über das Steam Deck hinaus auf Wohnzimmer und VR bringt.