Sega und das Ryu Ga Gotoku Studio bringen ihr Rollenspiel Like a Dragon: Infinite Wealth in den Game Pass. Microsoft kündigte den Schritt für die zweite Spielewelle des Monats am 17. März 2026 an. Seit dem 24. März 2026 ist der Titel über Game Pass Ultimate, Game Pass Premium sowie den PC Game Pass abrufbar. Das sind rund zwei Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung am 26. Januar 2024. Spielbar ist Infinite Wealth über die Abonnementdienste auf Konsole, PC, im Cloud-Streaming und auf Handheld-Geräten. Wer die Tarifaufteilung im Detail nachvollziehen will, findet die Hintergründe in unserer Berichterstattung zum Xbox Game Pass.
Der zeitliche Abstand zwischen Verkaufsstart und Game-Pass-Aufnahme fällt auf, denn das Studio hatte einen früheren Eintritt zunächst ausgeschlossen. Anfang 2024 verwies Ryu Ga Gotoku auf das hohe Verkaufsvolumen der Reihe als Argument gegen eine sofortige Abonnementverfügbarkeit. Die mainline-Titel der Serie, die bis 2021 unter dem Namen Yakuza lief, waren über die Jahre bereits in Originalfassung, als Remaster oder als Neuauflage Teil des Dienstes. Mit Infinite Wealth schließt sich die letzte Lücke im Katalog. Jeder Hauptteil ist jetzt in mindestens einer Form über Game Pass zugänglich.
Worum es in Infinite Wealth geht
Like a Dragon: Infinite Wealth setzt die Geschichte um den Protagonisten Ichiban Kasuga fort und stellt ihm den Serienveteranen Kazuma Kiryu zur Seite. Große Teile der Handlung verlagert das Spiel von Japan auf die hawaiianische Inselwelt. Das rundenbasierte Kampfsystem des Vorgängers bleibt erhalten, dazu kommen zahlreiche Nebenaktivitäten. In den Fachkritiken zählt der Titel zu den am höchsten bewerteten Einträgen der Reihe. Für Sega ist der Game-Pass-Start eine Zweitverwertung nach der abgeschlossenen Premiumphase, wie sie bei vollpreisigen Drittanbietertiteln immer häufiger vorkommt.
Warum Sega so lange wartete
Die gestaffelte Verfügbarkeit über Ultimate, Premium und PC Game Pass folgt der Tarifstruktur, die der Dienst seit 2025 weiter ausdifferenziert hat. Drittanbieter können ein Spiel erst nach der margenstarken Anfangsphase ins Abonnement geben und so zusätzliche Reichweite gewinnen, ohne den ersten Verkaufserlös anzugreifen. Die Aufnahme von Infinite Wealth zwei Jahre nach Release zeigt diese Rechnung deutlich. Für die Bewertung künftiger Game-Pass-Deals mit etablierten japanischen Publishern liefert der Fall einen brauchbaren Vergleichswert.