Microsoft hat für die Backend-Plattform PlayFab eine überarbeitete Generation von Leaderboards und Statistics vorgestellt. Der Game-Dev-Blog hat sie am 4. September 2024 im Public Preview angekündigt. Beide Dienste setzen auf dem Entity Programming Model auf und arbeiten als voneinander unabhängige Komponenten. Geschrieben hat die Ankündigung Braulio Alpizar Morales, Technical Program Manager für PlayFab.
Der wichtigste Unterschied zur bisherigen Lösung steckt in der Genauigkeit der Rangberechnung. Die ältere Version schätzte Platzierungen für Spieler jenseits von Position 1000. Der neue Dienst liefert dagegen praezise Raenge über alle Positionen hinweg. Bei großen Spielerbasen führte das alte Verhalten oberhalb der ersten tausend Einträge regelmäßig zu ungenauen Anzeigen, und genau dort setzt die Neufassung an.
Leaderboards und Statistics laufen jetzt getrennt
In der neuen Fassung arbeiten Leaderboards und Statistics getrennt voneinander und stützen sich auf das Entity Programming Model. Damit lassen sich beide Funktionen auf beliebige Entitäten anwenden, also nicht nur auf einzelne Spieler, sondern zum Beispiel auch auf Teams. Entwickler können Ranglisten und statistische Auswertungen so freier auf die jeweilige Struktur ihres Titels zuschneiden.
Bei den Leaderboards kommen mehrere neue Eigenschaften dazu. Ein Mehrspalten-Ansatz erlaubt anpassbare Sortierung und löst Gleichstände sauberer auf. Eine Versionierung sorgt für saisonale Resets, ohne dass die Struktur verloren geht. Über Metadaten lassen sich außerdem eigene Informationen an einzelne Zeilen hängen.
Aggregation, Versionierung und der Start im Preview
Die Statistics unterstützen eine Mehrspalten-Aggregation mit den Methoden Max, Min, Last und Sum. Dazu kommt eine Versionierung mit eigenen Reset-Strategien je Statistik. Metadaten-Annotationen erlauben es, bei Aktualisierungen zusätzliche Informationen zu hinterlegen. Beide Dienste sind plattformübergreifend für PC, Konsole und Mobilgeräte ausgelegt und werden über APIs und SDKs angesprochen.
Zum Start steht die Funktion im Public Preview. Wer die Dienste in eigene Projekte einbinden will, kann das aktuelle SDK beziehen und die zugehörige Dokumentation einsehen. Skalierung und Absicherung der Ranglisten- und Statistikdaten übernimmt dabei die cloudbasierte Architektur.