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GDK June 2024 Update: Netzwerk- und Speicher-Fixes für Xbox- und PC-Entwicklung

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GDK June 2024 Update: Netzwerk- und Speicher-Fixes für Xbox- und PC-Entwicklung
GDK June 2024 Update: Netzwerk- und Speicher-Fixes für Xbox- und PC-Entwicklung - offizielles Motiv - Bild: offizielle Quelle

Microsoft hat am 19. Juni 2024 das June 2024 Update des Game Development Kit (GDK) ausgeliefert und damit eine Reihe von Korrekturen und Funktionen für die Entwicklung auf Xbox, Windows und PC Game Pass bereitgestellt. Im offiziellen Begleitvideo stehen Werkzeuge für Grafik und Tooling im Vordergrund. Daneben enthält die Auslieferung aber auch handfeste Korrekturen im Netzwerk- und Speicherbereich, die das Laufzeitverhalten von Titeln direkt beeinflussen. Wer mit dem Software Development Kit von Microsoft arbeitet, findet die Detailänderungen in der Dokumentation der June-2024-Reihe, die thematisch an früheren Schritten wie dem Godot-Beispiel für die Xbox-Entwicklung auf dem PC anschließt.

Netzwerkkorrektur in der TCP-Empfangslogik

Im Bereich XNetworking räumt das Update eine Regression im TCP-Empfangspfad aus. Laut Dokumentation wurden temporaere Queue-Puffer faelschlicherweise aus dem System-Partition-Speicher angefordert statt aus der Title-Partition, sobald vom Titel bereitgestellte Puffer fehlten. Dieses Verhalten konnte die Download-Performance unter den Standardwerten der XNetworkingConfigurationSetting ausbremsen. Mit der Korrektur landet die Pufferzuweisung wieder im vorgesehenen Speicherbereich. Der Leistungsverlust bei Datenübertragungen, den die Regression ausgelöst hatte, fällt damit weg.

Für Entwickler zählt diese Korrektur vor allem deshalb, weil sie ohne Codeänderung greift und besonders Szenarien mit hohem Download-Aufkommen trifft. Die Pufferverwaltung zwischen System- und Title-Partition ist auf der Konsole speicherkritisch, denn die einem Titel zugewiesene Partition ist fest begrenzt.

Speicherkorrektur bei XGameSave

Die zweite Korrektur betrifft das Spielstandsystem XGameSave. Der RPC-Transferpuffer hat jetzt eine feste Maximalgröße von 500 KB, statt sich an der jeweiligen Blob-Größe zu richten. Microsoft begründet die Änderung mit weniger Speicherfragmentierung. Die Deckelung der Puffergröße verhindert, dass große, an der Blob-Größe ausgerichtete Allokationen den Heap zerstückeln. Das stabilisiert den Speicher über längere Sitzungen hinweg.

Auto-Vectorizer, neue Streaming-Oberfläche und Sprachcode-Flag

Neben den Korrekturen bringt die June-2024-Auslieferung weitere Neuerungen mit. Dazu gehören der Xbox GPU Auto-Vectorizer, der 16-Bit-Workloads über Xbox-Hardwareinstruktionen optimiert, eine überarbeitete Streaming-Oberfläche im Console Developer Home sowie das neue Sprachcode-Flag /LC für die Xbox-Kommandozeilenwerkzeuge, mit dem sich der Antwort-Sprachcode überschreiben lässt. Microsoft beschreibt die hervorgehobenen Punkte ausdrücklich als Ausschnitt aus einer größeren Zahl an Stabilitäts- und Performance-Verbesserungen pro Auslieferung. Die vollständige Dokumentation ist zu finden unter den öffentlichen GDK-Ressourcen von Microsoft.

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