Microsoft Game Dev hat das Oktober-Update des Game Development Kit (GDK) am 7. November 2023 veröffentlicht. Im Zentrum steht die neue Unterstützung für sogenannte Franchise Game Hubs auf der Konsole. Dazu kommen überarbeitete und teils ganz neue Schnittstellen für Download, Update, Installation, Enumeration, Abfrage und Speicherzugriff. Die Ankündigung kommt von Will Tuttle, Editor in Chief bei Microsoft Game Dev, und wendet sich an Entwickler im Umfeld von PC und Xbox. Frühere Beispiele für die Xbox-Entwicklung auf dem PC zeigte Microsoft etwa mit einem Godot-Beispiel.
Franchise Game Hubs als zentraler Launcher auf der Konsole
Das Update bringt eine systemseitige Unterstützung für Franchise Game Hubs. Microsoft beschreibt sie als Launcher für Spiele, die auf der Konsole laufen. Ein solcher Hub wird damit zur zentralen Anlaufstelle, über die sich mehrere zusammengehörige Titel eines Franchise starten und verwalten lassen. Wer wissen will, wie sich ein Hub konkret bauen lässt, wird auf die Dokumentation auf Microsoft Learn und auf das öffentliche GDK verwiesen. Dort stehen die Implementierungsdetails und die API-Spezifikationen.
Dazu passt eine Neuerung beim Persistent Local Storage. Der lässt sich künftig als gemeinsam nutzbar zwischen Spielen markieren, die in Beziehung zueinander stehen. Ein Titel deklariert die Freigabe in der MicrosoftGame.config, danach dürfen die verbundenen Spiele den Persistent Local Storage lesen. Microsoft nennt die Funktion vor allem für Franchise Game Hubs nützlich, schränkt sie aber nicht auf diesen einen Fall ein.
Neue und angepasste Schnittstellen für Installation und Speicher
Parallel zur Hub-Unterstützung hat Microsoft bestehende Schnittstellen angepasst und neue ergänzt. Betroffen sind laut Anbieter die Bereiche Download, Update, Installation, Enumeration, Abfrage und Speicherzugriff. Die Änderungen zielen auf genau die Fälle, in denen mehrere zusammengehörige Titel installiert, aktualisiert und nach ihrem Installations- und Speicherzustand abgefragt werden. Eine komplette Liste der einzelnen Funktionsnamen liefert der Blogbeitrag nicht. Die technischen Details stehen in der GDK-Dokumentation. Aktuelle Hintergründe rund um die Xbox-Plattform sammelt auch das Team von XboxDev.
Hinzu kommt eine optionale, konfigurierbare Komprimierung für die PlayFab-Event-Pipeline. Sie schrumpft die Größe der übertragenen Nutzdaten und senkt damit den Bandbreitenbedarf, bei nach Microsoft-Angaben geringer CPU-Belastung. Will Tuttle bezeichnet die genannten Funktionen als Ausschnitt aus Dutzenden Änderungen, die sowohl die Entwicklung für PC als auch für Xbox betreffen. Das aktuelle GDK steht öffentlich über aka.ms/gdk bereit.