Azure PlayFab Economy v2 startet in die Public Preview

Microsoft hat das überarbeitete Backend Azure PlayFab Economy v2 in die Public Preview überführt. Das System bildet die serverseitige Wirtschaftslogik von Spielen ab und kümmert sich um Katalog, Inventar, virtuelle Währungen und Transaktionen. Microsoft nennt v2 einen Neuaufbau, der Spielerbasen mit mehreren hundert Millionen aktiven Nutzern, große Kataloge und umfangreiche Inventare ohne nennenswerte Leistungseinbußen tragen soll. Wer sich für die Geschichte der Plattform interessiert: Schon zur devcom 2019 war Azure PlayFab Teil des Microsoft Game Stack. Die bisherige Version Economy v1 läuft seit 2014 und bleibt verfügbar, neue Titel sollen aber auf v2 aufsetzen.

Funktionsumfang der zweiten Generation

Der Katalog von Economy v2 sortiert Inhalte über Tags und Content-Typen. Dazu kommen dynamische Ansichten, Entwurfszustände für Items, Lokalisierung sowie Bewertungen und Rezensionen. In-Game-Assets landen direkt im System. Beim Inventar erlaubt v2 das Stapeln von Objekten und mehrere Inventarsammlungen pro Spieler. Laut Microsoft sind mehr als 3.000 benutzerdefinierte Items je Spieler möglich, und das bei hoher Nebenläufigkeit. Virtuelle Währungen lassen sich in unbegrenzter Zahl anlegen und mit Metadaten versehen. Batch-Operationen für Inventarvorgänge und Käufe sollen den Durchsatz anheben.

Wichtig bei der Neufassung sind idempotente Transaktionen. Wiederholte Anfragen führen damit nicht zu doppelten Buchungen, was die Fehlerbehandlung bei Netzwerkproblemen einfacher macht. Für die Anbindung an externe Verkaufsplattformen nennt Microsoft Google Play, Apple, Microsoft beziehungsweise Xbox, PlayStation, Nintendo und Steam.

Erprobung an eigenen Titeln und Verfügbarkeit

Als Beleg für die Belastbarkeit verweist Microsoft auf den Einsatz in eigenen Produktionen. Genannt werden Sea of Thieves, Minecraft und der Microsoft Flight Simulator, die nach Angaben des Unternehmens auf der Plattform laufen. Economy v2 zielt damit gezielt auf die Grenzen der Vorgängerversion bei größeren Katalogen, umfangreicheren Inventaren, Stapelverarbeitung und Nebenläufigkeit.

Das System steht als Public Preview bereit. Weitere Funktionen hat Microsoft bis zum Jahresende 2022 angekündigt. Den vollständigen Funktionsüberblick liefert Microsoft im verlinkten Beitrag. Zu finden unter dem Link sind außerdem Hinweise zur Migration bestehender Projekte und zur weiteren Unterstützung von Economy v1.

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