Microsoft hat am 21. April 2021 bekannt gegeben, dass sich der Online-Mehrspielermodus in Free-to-Play-Titeln auf Xbox ab sofort ohne ein kostenpflichtiges Xbox-Live-Gold-Abonnement spielen lässt. Es geht um eine Bibliothek von über 50 Spielen mit Online-Mehrspielerpart. Wirksam wird die Umstellung am Tag der Ankündigung, und zwar für alle Xbox-Spieler.
Davor verlangte Xbox auch bei kostenlosen Spielen eine Gold-Mitgliedschaft, sobald jemand online gegen andere antreten wollte. Damit stand die Plattform allein da. Bei der Konkurrenz war der Online-Modus von Free-to-Play-Titeln in aller Regel ohne Zusatzabo nutzbar. Zur Liste gehören unter anderem Fortnite, Apex Legends, Call of Duty: Warzone, Destiny 2, Rocket League, ROBLOX, Warframe und World of Tanks. Laut Xbox Wire kam die Maßnahme vom Xbox Live Gold Team.
Warum die Schranke gerade jetzt fiel
Die Entscheidung fiel in eine Phase, in der Microsoft seine Abonnements neu sortierte. Kurz zuvor hatte das Unternehmen eine geplante Preiserhöhung für Xbox Live Gold nach lautem Protest wieder kassiert. Die Freigabe trifft genau jene Nutzer, die für kostenlose Spiele bisher trotzdem ein laufendes Abo bezahlen mussten. Für sie verschwindet eine wiederkehrende Ausgabe, und gleichzeitig spielen mehr Leute die entsprechenden Titel.
Free-to-Play-Spiele leben von Mikrotransaktionen und Ingame-Käufen. Eine große aktive Spielerbasis zählt für dieses Modell, weil der Umsatz aus dem zahlenden Anteil innerhalb einer breiten Gesamtnutzerschaft entsteht. Mit dem Wegfall der Zugangshürde rückt Xbox nah an PlayStation und PC heran, wo der Online-Zugang zu kostenlosen Titeln ohnehin keinen Abo-Aufschlag kostet.
Was weiter Geld kostet
Die Freigabe gilt allein für den Online-Mehrspielermodus von Free-to-Play-Titeln. Wer den Online-Modus eines kostenpflichtigen Vollpreisspiels nutzen will, braucht weiterhin eine Mitgliedschaft bei Xbox Live Gold oder Xbox Game Pass Ultimate. Auch die monatlichen Gratisspiele und Rabattaktionen der Gold-Mitgliedschaft ändern sich nicht und bleiben dem kostenpflichtigen Abonnement vorbehalten.
Die genaue Liste der betroffenen Spiele steht auf den offiziellen Xbox-Seiten. Zu finden ist die Übersicht über die Free-to-Play-Kategorie im Microsoft Store auf den Konsolen. Da die Bibliothek laufend wächst, kann die Zahl der unterstützten Titel über die genannten 50 Spiele hinausgehen.