Sony Interactive Entertainment hat am 31. Januar 2022 die Übernahme von Bungie für 3,6 Milliarden US-Dollar angekündigt. Der Kaufpreis umfasst laut der Mitteilung sowohl die Zahlung an die Anteilseigner als auch zugesagte Leistungen für Beschäftigte. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen.
Bungie bleibt unabhängiges Studio
Bungie soll nach dem Abschluss als unabhängige Tochtergesellschaft von Sony Interactive Entertainment arbeiten. Das Management um Pete Parsons bleibt für die operative Führung zuständig. Die Vereinbarung sieht außerdem vor, dass Bungie seine Spiele selbst veröffentlicht und die Plattformen für seine Projekte eigenständig auswählt.
Die Übernahme folgt auf Bungies frühere Trennung von Activision. Bungie hatte Destiny bereits 2019 wieder unter die eigene Kontrolle gebracht. Das Studio arbeitet zu diesem Zeitpunkt an neuen Inhalten für Destiny 2 und an einem nicht näher benannten neuen Projekt.
Sony baut Spieleportfolio aus
Sony begründet die Investition mit Bungies Erfahrung bei Live-Service-Spielen und dem Aufbau großer Online-Communities. Für Sony ist die Übernahme Teil des Ausbaus des eigenen Spieleportfolios. Bungie soll dabei auch andere PlayStation-Studios bei technischen und kreativen Fragen unterstützen, ohne in deren tägliche Entwicklungsarbeit einzugreifen.