Project xCloud: IsStreaming-API erweitert XDK, Microsoft verteilt Streaming-Blades auf 13 Azure-Regionen

Microsoft hat am 24. Mai 2019 einen neuen Entwicklungsstand zum Game-Streaming veröffentlicht, der das Vorhaben stärker auf die Belange der Studios zuschneidet. Kern der Ankündigung: Das Xbox Development Kit (XDK) bekommt Streaming-Unterstützung, dazu kommt die neue IsStreaming-API, mit der ein Spiel zur Laufzeit erkennt, ob es gerade aus der Cloud läuft. Zeitgleich hat das Unternehmen kundenspezifische Blades für Project xCloud in Rechenzentren über 13 Azure-Regionen verteilt.

Was die IsStreaming-API kann

Mit der IsStreaming-API fragt ein beliebiger Titel ab, ob er aus der Cloud gestreamt wird. Aus dieser Information lassen sich Funktionen gezielt anpassen. Microsoft nennt zwei Beispiele: größere Schriften für kleinere Displays und das Hosten von Mehrspieler-Partien auf einem einzelnen Server, was die Latenz drückt. Die Schnittstelle gehört zur Streaming-Unterstützung, die jetzt im Standard-XDK steckt.

Wichtig ist Microsoft die Kompatibilität ohne Portierungsaufwand. Studios können ihre Titel direkt aus Project xCloud testen, ohne sie auf eine neue Plattform umzustellen. Updates der Xbox-One-Fassung landen automatisch in der Project-xCloud-Variante, ganz ohne Zusatzarbeit. Als Testpartner führt Microsoft unter anderem Capcom und Paradox Interactive an. Technisch kann die Plattform nach eigenen Angaben mehr als 3.500 Spiele ohne Eingriff der Entwickler streamen, weitere 1.900 Titel befinden sich in Entwicklung.

Blades in 13 Azure-Regionen

Auf der Hardware-Seite hat Microsoft kundenspezifische Project-xCloud-Blades in Rechenzentren über 13 Azure-Regionen ausgerollt. Anfangs liegt der Schwerpunkt auf der Nähe zu den großen Zentren der Spieleentwicklung in Nordamerika, Asien und Europa. Kurze Wege zwischen Server und Endgerät halten die Latenz im Streaming gering.

Erweitertes XDK, IsStreaming-API und die verteilte Azure-Infrastruktur greifen so in die bestehende Xbox-Entwicklungsumgebung, statt eine eigene Toolchain zu verlangen. Studios setzen damit auf ihren vorhandenen Build- und Update-Prozessen auf. Eine Alpha-Version war zuvor über das Take-Home-Programm an Microsoft-Mitarbeiter gegangen. Weitere Details zu Project xCloud sind zu finden unter dem Link zur Originalmeldung im Xbox Wire.

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