Start Wirtschaft ESRB führt verpflichtendes In-Game-Purchases-Label für physische Spiele ein

ESRB führt verpflichtendes In-Game-Purchases-Label für physische Spiele ein

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ESRB führt verpflichtendes In-Game-Purchases-Label für physische Spiele ein
ESRB Hinweis zu In-Game-Käufen - Bild: ESRB

Das US-amerikanische Bewertungsgremium Entertainment Software Rating Board (ESRB) hat am 27. Februar 2018 angekündigt, physische Spiele künftig mit einem neuen Hinweis namens „In-Game Purchases“ zu versehen. Das Label zeigt an, dass sich innerhalb eines Titels digitale Inhalte gegen echtes Geld kaufen lassen. Es kommt zu den bestehenden Alterseinstufungen und Content-Deskriptoren hinzu, die auf den Verpackungen im stationären Handel gedruckt sind.

Was alles unter das Label fällt

Das Label kommt überall dort zum Einsatz, wo ein Spiel den Kauf digitaler Güter oder Premiuminhalte mit echter Währung anbietet. Das Gremium zählt dazu Bonuslevel, kosmetische Gegenstände wie Skins, Überraschungsinhalte wie Item-Pakete, Lootboxen und Mystery-Belohnungen, Musik, virtuelle Münzen und andere Formen von Ingame-Währung, Abonnements, Season Passes und Upgrades, etwa zum Entfernen von Werbung. Wie die jeweilige Mikrotransaktion konkret aussieht, spielt für die Kennzeichnung keine Rolle.

Betroffen sind physische, also boxed verkaufte Titel sowie die digitalen Downloads derselben Spiele. Den neuen Vermerk sollen Konsumenten laut ESRB bald auf allen im Handel erhältlichen Spielen sehen, dazu an den Stellen, an denen sich diese Titel herunterladen lassen. Warum rein digitale Titel zunächst außen vor bleiben, sagt die Mitteilung nicht.

Reaktion auf die Lootbox-Debatte und Hilfe für Eltern

Die Ankündigung kam mitten in einer hitzigen Debatte über Lootboxen und Mikrotransaktionen, die international auch Regulierer auf den Plan rief. Das ESRB griff damit den Ruf nach mehr Transparenz am Verkaufsort auf, ohne einzelne Monetarisierungsmodelle inhaltlich zu bewerten. Der Hinweis sagt nur, dass es kostenpflichtige Ingame-Angebote gibt, nicht mehr und nicht weniger.

Zeitgleich ging beim ESRB die Informationsplattform ParentalTools.org an den Start. Sie sammelt Hinweise zu Jugendschutzfunktionen auf Konsolen und mobilen Geräten und soll Eltern helfen, Ausgaben innerhalb von Spielen im Griff zu behalten. Weitere Details zur Ankündigung sind beim ESRB zu finden unter dem oben genannten Link.

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