Microsoft Q3 2026: Xbox-Hardwareumsatz sinkt um 33 Prozent

Microsoft hat die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Der Konzern meldete für den Zeitraum bis zum 31. März 2026 einen Umsatz von 82,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis stieg um 20 Prozent auf 38,4 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn lag bei 31,8 Milliarden US-Dollar. Getragen wurde das Wachstum vor allem durch Cloud- und KI-Dienste. Microsoft Cloud kam auf 54,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Zuwachs von 29 Prozent.

Rückgang im Xbox-Geschäft

Im Gaming-Bereich fiel die Entwicklung dagegen schwächer aus. Nach den von Microsoft veröffentlichten Zahlen sank der Umsatz mit Xbox Content and Services um 5 Prozent, währungsbereinigt lag das Minus bei 7 Prozent. Der Hardware-Bereich der Xbox-Sparte verzeichnete laut den vorliegenden Angaben einen Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Damit bleibt das Xbox-Geschäft innerhalb des Segments More Personal Computing unter Druck. Dieses Segment erzielte im dritten Quartal 13,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und lag damit ein Prozent unter dem Vorjahreswert. Windows OEM und Devices gingen um 2 Prozent zurück, während Suchwerbung ohne Traffic-Acquisition-Costs um 12 Prozent zulegte.

Konzernwachstum kommt aus Cloud und KI

Die Rückgänge im Gaming- und Gerätegeschäft stehen einer starken Entwicklung in anderen Bereichen gegenüber. Productivity and Business Processes wuchs um 17 Prozent auf 35,0 Milliarden US-Dollar. Intelligent Cloud legte um 30 Prozent auf 34,7 Milliarden US-Dollar zu. Azure und andere Cloud-Dienste stiegen um 40 Prozent, währungsbereinigt um 39 Prozent.

Microsoft-Chef Satya Nadella verwies im Rahmen der Veröffentlichung auf das KI-Geschäft des Unternehmens, das nach Angaben von Microsoft eine annualisierte Umsatzrate von 37 Milliarden US-Dollar überschritten habe. Finanzchefin Amy Hood sprach von Ergebnissen oberhalb der Erwartungen bei Umsatz, operativem Ergebnis und Gewinn je Aktie.

Einordnung für das Gaming-Segment

Der deutliche Rückgang beim Xbox-Hardwareumsatz passt zu einer Marktsituation, in der Konsolenverkäufe im späteren Lebenszyklus einer Plattform üblicherweise nachlassen. Zugleich verschiebt Microsoft den Schwerpunkt im Xbox-Geschäft seit längerem stärker auf Inhalte, Abonnements, PC, Cloud-Angebote und plattformübergreifende Veröffentlichungen.

Die vorliegenden Quartalszahlen zeigen jedoch, dass auch Xbox Content and Services im Berichtszeitraum rückläufig war. Für Microsofts Gaming-Strategie bleibt damit entscheidend, wie stark Game Pass, First-Party-Veröffentlichungen, PC-Umsätze und die Einbindung von Activision Blizzard die Entwicklung in den kommenden Quartalen stabilisieren können.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein