Anthropic wird Corporate Patron des Blender Development Fund

Die Blender Foundation hat bekanntgegeben, dass Anthropic dem Blender Development Fund als Corporate Patron beigetreten ist. Die Unterstützung soll in die Kernentwicklung von Blender fließen und insbesondere grundlegende Funktionen sowie Schnittstellen wie die Blender Python API absichern und weiterentwickeln.

Unterstützung für Blender Core Development

Mit der Patron-Mitgliedschaft beteiligt sich Anthropic an der Finanzierung der laufenden Entwicklung von Blender. Im Fokus steht dabei nicht ein einzelnes Feature, sondern die langfristige Pflege zentraler technischer Grundlagen. Dazu zählt unter anderem die Blender Python API, über die Entwickler, Studios und Artists eigene Werkzeuge, Pipelines und Workflows auf Basis von Blender aufbauen können.

Für professionelle Produktionen ist diese Schnittstelle ein wichtiger Bestandteil der Integration in bestehende Toolchains. Sie ermöglicht Automatisierung, Erweiterungen und Anpassungen, die Blender über den reinen Einsatz als 3D-Software hinaus in größere Produktionsumgebungen einbinden.

Claude erhält Blender-Anbindung

Parallel dazu verweist Anthropic auf eine neue Blender-Anbindung für Claude. In einem Beitrag auf X schreibt das Unternehmen, Claude könne nun mit Werkzeugen verbunden werden, die Kreativprofis bereits nutzen. Mit dem neuen Blender Connector sollen unter anderem Szenen analysiert, eigene Tools erstellt oder Änderungen über mehrere Objekte hinweg angewendet werden können.

Claude now connects to the tools creative professionals already use.

With the new Blender connector, you can debug a scene, build new tools, or batch-apply changes across every object, directly from Claude. pic.twitter.com/Kc3cBHTNpV

— Claude (@claudeai) April 28, 2026

Technisch ist vor allem der Bezug zur Blender Python API relevant. Sie bildet die Grundlage für viele Automatisierungs- und Erweiterungsszenarien in Blender. Externe Berichte beschreiben die Integration als natürliche Sprachschnittstelle zur Python API von Blender, über die Claude innerhalb entsprechender Workflows auf Funktionen der 3D-Software zugreifen kann.

Blender Foundation verweist auf Softwarefreiheit

Francesco Siddi, CEO der Blender Foundation, erklärte, die Unterstützung helfe dem Team, Projekte unabhängig weiterzuverfolgen und Werkzeuge für Künstler und Kreative zu entwickeln. Zugleich betont die Foundation, dass die eigene Mission weiterhin darin liege, freie und quelloffene Technologie für Kreative bereitzustellen.

Die Foundation weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Blender über seine APIs sowohl von Einzelpersonen als auch von Unternehmen erweitert werden kann. Das gelte auch für Anwendungsfälle, die nicht unmittelbar mit der eigenen Mission der Blender Foundation übereinstimmen. Dies sei Teil der Softwarefreiheit, die durch die GNU-GPL-Lizenz von Blender abgedeckt werde.

Weitere Details zur Finanzierungspolitik des Projekts sind über die offizielle Funding Policy des Blender Development Fund verfügbar.

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