Im Rahmen der Game Developers Conference (GDC) 2026 hat die IGDA Foundation zwei zentrale Auszeichnungen in der Spieleentwicklung vergeben. Lisette Titre-Montgomery wurde mit dem Gerald Lawson Award for Achievement in Game Development geehrt. Lex Roberts erhielt das Eric Dybsand Memorial AI Scholarship. Die Ehrungen fanden während der Black in Gaming Awards sowie im Zuge des GDC Festival of Gaming statt.
Fokus auf kreative Leitung und Branchenwirkung
Der Gerald Lawson Award würdigt Persönlichkeiten aus unterrepräsentierten Gruppen, die die Entwicklung der Branche mitprägen. 2026 geht die Auszeichnung an Lisette Titre-Montgomery. Sie ist als Creative Leader im Bereich Art Direction tätig und hat in verschiedenen Projekten Teams durch komplexe visuelle Produktionsprozesse geführt. Aktuell ist sie Mitgründerin von Cornerstone Interactive Studio.
Ihre Arbeit wurde bereits mehrfach von Institutionen wie BAFTA, The Game Awards und den Golden Joystick Awards berücksichtigt. Unterstützt wird der Preis in diesem Jahr durch das ID@Xbox Developer Acceleration Program.
Nachwuchsförderung im Bereich KI
Das Eric Dybsand Memorial AI Scholarship richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz. In diesem Jahr wurde Lex Roberts ausgezeichnet. Roberts arbeitet als Game Tools Programmer bei Media Molecule und entwickelt dort unter anderem Editor-Tools und Systeme, die interne Entwicklungsprozesse unterstützen.
Darüber hinaus ist Roberts am National Videogame Museum im Vereinigten Königreich beteiligt und wirkt an der Gestaltung sowie Betreuung von Ausstellungen mit.
Questline-Programme gehen in die nächste Runde
Neben den Auszeichnungen hat die IGDA Foundation ihre Förderprogramme für 2026 geöffnet. Dazu zählt mit Questline: Gamescom ein neues Bootcamp, das sich an angehende Studioleiter und Gründer richtet. Ergänzend dazu läuft mit Questline: Online ein sechswöchiges, virtuelles Programm für internationale Teilnehmende aus unterrepräsentierten Communities.
Die Programme decken unterschiedliche Karrierestufen ab, von Studierenden über Berufseinsteiger bis hin zu Fachkräften mit Ambitionen im Management. Ziel ist es, den Zugang zur Branche zu erleichtern und internationale Netzwerke zu stärken.
Die IGDA Foundation engagiert sich seit 2008 für mehr Diversität in der Spieleentwicklung und hat nach eigenen Angaben bislang über 1.000 Teilnehmende unterstützt.
