Ein gutes Pressebundle bündelt die Informationen und Medien eines Spiels an einem verlässlichen Ort. Für kleine Studios ist das mehr als eine Downloadseite: Redaktionen, Creator und Plattformpartner benötigen schnell auffindbare Fakten, Bildmaterial und Ansprechpartner, bevor eine Meldung entstehen kann. Die folgenden Punkte orientieren sich an den Anforderungen von presskit() und vergleichbaren Lösungen wie Press Kitty.
Fakten zuerst, Kontakt klar benennen
Auf der Startseite sollten Titel, Entwickler, Publisher, Genre, Plattformen, Preis und Veröffentlichungsstatus stehen. Dazu gehören ein kurzer Beschreibungstext für Teaser sowie eine längere Fassung mit den zentralen Spielsystemen. Ein benannter Presse- oder Business-Kontakt mit funktionierender E-Mail-Adresse spart Rückfragen. Ein Formular für Key-Anfragen kann ergänzt werden, darf aber nicht die einzige Kontaktmöglichkeit sein.
Bilder für unterschiedliche Ausspielwege
Zum Pflichtumfang gehören Key Art mit und ohne Logo, Box- oder Store-Grafiken sowie Screenshots aus unterschiedlichen Spielsituationen. Für Webseiten und Videos sollten große Originaldateien bereitliegen, zusätzlich kleinere Varianten für soziale Netzwerke. Dateinamen mit Spielname, Motiv und Auflösung erleichtern die Suche. Ein Pressekit sollte außerdem kenntlich machen, ob Logos, Screenshots und Videos frei redaktionell genutzt werden dürfen.
Bei Steam gelten eigene Vorgaben für Storegrafiken und Kapselbilder. Die Steamworks-Dokumentation zu visuellen Assets beschreibt die benötigten Formate und Einsatzorte. Ein Pressebundle ersetzt diese Storepflege nicht, kann aber auf die jeweils aktuellen Dateien verweisen.
Video, Trailer und technische Daten
Trailer sollten als veröffentlichte Fassung und, wenn möglich, als direkt herunterladbare Datei vorliegen. Rohes B-Roll-Material ohne eingebrannte Untertitel oder Benutzeroberfläche erleichtert eigene Schnitte. Für technische Berichte sind außerdem Angaben zu Zielplattformen, Controllerunterstützung, Sprache, Barrierefreiheit und Systemanforderungen hilfreich. Bei Early-Access- oder Demo-Updates gehört ein sichtbarer Änderungsstand in das Bundle.
Ein Link, eine aktuelle Version
Ein einzelner, dauerhaft erreichbarer Link ist besser als ein Ordner mit wechselnden Freigaben. ZIP-Archive können ergänzend angeboten werden, sollten aber einen klaren Versionsstand und eine überschaubare Größe haben. Nach jedem Marketing-Beat, etwa Demo, Plattform-Port oder DLC, müssen Texte, Screenshots, Logos und Trailer gemeinsam geprüft werden. Ein sichtbarer Aktualisierungszeitpunkt verhindert, dass alte Daten weiterverwendet werden. Wie wichtig klare Kommunikation bei der Suche nach Publishern ist, zeigt auch der ältere Beitrag zum Pitch-Prozess für Indie-Studios.
