Xbox Live: Bis zu 10 Jahre Haftstrafe für Hacker

Der US-Amerikaner Austin Thompson bekannte sich im November 2018 zu mehreren Denial-of-Service-Angriffen auf Online-Spieledienste. Die US-Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von Kalifornien bestätigte, dass Thompson zwischen Dezember 2013 und Januar 2014 unter dem Namen „DerpTrolling“ unter anderem Xbox Live, das PlayStation Network, Steam und League of Legends angegriffen hatte.

Thompson kündigte die Attacken über den damaligen Twitter-Account an und veröffentlichte anschließend Screenshots oder weitere Beiträge als vermeintlichen Beleg für erfolgreiche Angriffe. Die Überlastungsangriffe machten die betroffenen Dienste zeitweise langsamer oder unerreichbar. Die Ermittlungen wurden von der FBI-Außenstelle in San Diego unterstützt.

Mindestens 95.000 US-Dollar Schaden

Nach den Angaben der Staatsanwaltschaft entstand durch die Aktionen ein Schaden von mindestens 95.000 US-Dollar. Das Schuldeingeständnis bezog sich auf eine Vielzahl von Angriffen auf geschützte Computer. Thompson war zum Zeitpunkt der Taten 18 Jahre alt und zum späteren Gerichtstermin 23.

Für die Verurteilung waren bis zu zehn Jahre Haft, eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar und bis zu drei Jahre überwachte Freilassung möglich. Das Verfahren sollte am 1. März 2019 mit der Strafzumessung fortgesetzt werden. Welche Folgen längere Ausfälle für die Infrastruktur von Xbox Live haben können, zeigte sich bereits bei früheren geplanten Wartungsfenstern.

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