Am Cologne Game Lab der TH Köln entwickeln Studierende in jedem Semester Spiele in gemischten Teams. Professorin Odile Limpach beschreibt diese Projektarbeit im Interview mit heise online als Vorbereitung auf die Zusammenarbeit in Studios. Das Institut bietet Bachelor- und Masterstudiengänge für Game Design, Programmierung und Games Art an.
Gemeinsame Grundlagen für unterschiedliche Berufe
In den ersten beiden Semestern lernen die Fachrichtungen gemeinsam. Programmierende beschäftigen sich dabei auch mit Games Art, während angehende Artists Einblick in die Arbeit anderer Disziplinen erhalten. Laut Limpach soll dies das Verständnis für die Aufgaben der späteren Kolleginnen und Kollegen verbessern. Für die Semesterprojekte achtet das Institut auf eine ausgewogene Besetzung der Teams.
Limpach nennt für Ende 2019 rund 50 Studierende je Jahrgang und insgesamt 200 bis 250 am Campus. Die Größenangaben beziehen sich auf den Stand des Interviews vom 4. Dezember 2019.
Ausbildung und Entwicklerstandort Köln
Limpach lehrt Game Economics und Entrepreneurship. Vor ihrer Hochschultätigkeit leitete sie Blue Byte und war bei Ubisoft tätig. Die TH Köln dokumentiert ihre beruflichen Stationen einschließlich Marketing, Geschäftsführung und Beratung für Serious Games.
Die Ausbildung ergänzt die lokale Unternehmenslandschaft: Mit dem Cologne Game Haus entstand 2018 ein gemeinsamer Arbeits- und Netzwerkstandort für Spieleentwickler. Während dort Unternehmen zusammenkommen, bildet das Cologne Game Lab Nachwuchs in mehreren Produktionsdisziplinen aus.

