Microsoft investiert eine Milliarde US-Dollar in OpenAI und wird zum exklusiven Cloud-Anbieter des Forschungslabors. In der offiziellen Mitteilung vom 22. Juli 2019 kündigen beide Unternehmen außerdem eine gemeinsame Hardware- und Softwareplattform auf Basis von Microsoft Azure an. Sie soll die Entwicklung von Systemen für künstliche allgemeine Intelligenz unterstützen.
Azure als exklusive Cloud-Plattform
OpenAI begründete den Kapitalbedarf mit dem hohen Rechenaufwand für immer größere KI-Modelle. Microsoft sollte dafür Azure als exklusiven Cloud-Anbieter bereitstellen und gemeinsam mit OpenAI neue Technologien für KI-Supercomputer entwickeln. Die Vereinbarung zielte damit sowohl auf Forschungsinfrastruktur als auch auf die spätere Nutzung der entwickelten Systeme.
OpenAI wollte einen Teil seiner Technologien vor dem Erreichen einer künstlichen allgemeinen Intelligenz lizenzieren. Microsoft wurde als bevorzugter Partner für die Kommerzialisierung genannt. Konkrete Produkte, ein Zeitplan oder eine genaue Aufteilung der Umsätze wurden in der Ankündigung nicht genannt.
Spiele als Forschungsfeld für KI
OpenAI hatte seine Forschung zuvor unter anderem in Computerspielen erprobt. Das Projekt OpenAI Five setzte im Strategiespiel Dota 2 auf große Mengen an Trainingsdaten und verteiltes maschinelles Lernen. In einem offiziellen Bericht zu OpenAI Five dokumentiert das Unternehmen die Spieleexperimente, die den technischen Hintergrund der Partnerschaft ergänzen.
Für Spieleentwickler war vor allem die Kombination aus Recheninfrastruktur, Machine-Learning-Werkzeugen und Cloud-Diensten relevant. Ein früherer Beitrag zu Microsofts PlayFab-Integration in Azure beschreibt einen anderen Teil derselben Plattformstrategie für den Betrieb vernetzter Spiele.
