Microsoft sucht einen Strategic Partnership Manager (Senior-Level) für sein Global Gaming Partnerships & Development Team (GGPD), mit Fokus auf den asiatischen Raum. Das geht aus einer Stellenanzeige auf der Karriereseite des Konzerns hervor, die am 30. Januar 2019 veröffentlicht wurde. Die Ausschreibung nennt explizit Korea als Hauptmarkt, schließt aber den gesamten asiatischen Raum ein, der für Microsofts Xbox-Geschäft in Japan seit Jahren strategische Bedeutung hat.
Die Aufgabe der Stelle ist klar umrissen: Premium-Gaming-Inhalte von Drittanbieter-Partnern für Xbox One und Windows 10 beschaffen, bestehende Partnerschaften betreuen und neue Kooperationen rund um Game Streaming sowie Abonnement-Services aufbauen. Der Strategic Partnership Manager soll dabei als erste Anlaufstelle für Spielentwickler und Publisher in der Region fungieren und eng mit anderen GGPD-Teams weltweit zusammenarbeiten, um gemeinsam maximale Wirkung zu erzielen. Im Ausschreibungstext heißt es: „Unsere Hauptaufgabe ist es, die Gaming-Vision und -Initiativen von Microsoft zu verstärken und Win-Win-Beziehungen mit unseren Spielpartnern aufzubauen.“
Der Schritt passt in eine Serie von Personalentscheidungen, mit denen Microsoft seine Präsenz in Asien ausbauen wollte. Phil Spencer hatte in den Monaten zuvor mehrfach Japan und Korea besucht und dabei Gespräche mit Studios und Publishern geführt. Die ausgeschriebene Vollzeit-Rolle institutionalisierte diese Bemühungen: Statt einzelner Reisen sollte ein fest verankerter Ansprechpartner die japanischen und koreanischen Branchenbeziehungen dauerhaft pflegen. Für die Xbox-Plattform bedeutete das potenziell mehr hochwertige Titel aus einem Markt, der historisch von Sony und Nintendo dominiert wird.
Zu den genannten Zielen zählten neben klassischen Spielen auch neue Geschäftsmodelle wie Game Streaming und Abonnement-Dienste, also Bereiche, in denen Microsoft zu diesem Zeitpunkt bereits intensiv investierte. Die Stellenausschreibung spiegelte damit nicht nur eine regionale Expansionsstrategie wider, sondern auch den Aufbau einer breiteren Plattform-Infrastruktur für den asiatischen Markt.

