Aktuelle und frühere Beschäftigte von Electronic Arts haben die Kommunikation rund um die jüngsten Entlassungen gegenüber Vertical Slice kritisiert. In der Recherche von Chris Kerr berichten anonym bleibende Quellen, Teams hätten teils erst nach Tagen Klarheit darüber gewonnen, welche Kollegen ihren Arbeitsplatz verloren haben und welche Aufgaben offenbleiben.
Mehrere Betroffene schildern laut Bericht Zoom-Termine ohne sichtbare andere Teilnehmer und ohne Möglichkeit für Rückfragen im Chat. Verbliebene Beschäftigte müssten Informationen über informelle Kontakte zusammensuchen. Die Aussagen beschreiben Erfahrungen einzelner Quellen; sie belegen keine identischen Abläufe in sämtlichen EA-Studios.
Electronic Arts: offene Aufgaben und eingeschränkte Wechselmöglichkeiten
Als praktische Folge nennen die Gesprächspartner unklare Zuständigkeiten in laufenden Arbeitsabläufen. Einige Entlassene hätten zwar Zeit für interne Bewerbungen erhalten. Offene Stellen mit verpflichtenden Bürotagen seien aber für bisher vollständig remote arbeitende Beschäftigte nicht ohne Weiteres eine Alternative.
Vertical Slice ordnet die Berichte einer Entlassungsrunde von rund 400 Stellen zu. Dazu gehört die Schließung von BioWare und die Einstellung des nächsten Mass Effect. Die Kritik an Führungsentscheidungen wird den interviewten Beschäftigten zugeschrieben. Eine belastbare Aussage über die Erfahrungen aller Mitarbeiter lässt sich daraus nicht ableiten.

