Tony de Waal hat nach dem Ende von BioWare die gestalterischen Ziele des nächsten Mass Effect beschrieben. In seinem persönlichen LinkedIn-Beitrag erklärt der frühere Cinematic Supervisor, das Team habe besonders weitreichende Autonomie und Entscheidungen ermöglichen wollen. Larian und CD Projekt hätten mit ihren jüngsten Rollenspielen gezeigt, welche Ansprüche inzwischen bestehen.
De Waal stellt das als Ziel der Entwicklung dar, nicht als nachprüfbaren Vergleich fertiggestellter Spiele. Die klassischen Mass-Effect-Teile sollten dabei die Grundlage bleiben. Konkrete Mechaniken, spielbare Inhalte oder einen erreichten Entwicklungsstand legt sein Beitrag nicht offen.
Mass Effect und die Erfahrungen aus der Cinematic-Produktion
Zuvor hatte de Waal an Dragon Age: The Veilguard gearbeitet. Bei dessen Produktion habe das Team einen variablen Spielercharakter in mehr als drei Stunden Zwischensequenzen integrieren und zahlreiche Bedingungen für spätere Szenen berücksichtigen müssen. Diese technische Arbeit bezog sich auf Frostbite und The Veilguard; daraus lässt sich keine Engine-Bestätigung für das neue Mass Effect ableiten.
Nach seiner Darstellung verlor er mit etwa 50 verbliebenen Beschäftigten seinen Arbeitsplatz. EA hatte die Schließung von BioWare und das Ende der frühen Mass-Effect-Entwicklung am 21. Oktober bestätigt. Eine offizielle Beschäftigtenzahl enthielt die damalige Mitteilung nicht. De Waals Schilderung ergänzt die Perspektive eines unmittelbar beteiligten Entwicklers.

