Erneute Kritik an Valves Regeln
Epic-Chef Tim Sweeney hat die KI-Kennzeichnung von Steam erneut kritisiert. In Antworten auf X bezeichnete er die Politik von Valve als politischen Akt. Die Pflicht zwinge Entwickler nach seiner Darstellung dazu, eine politische Erklärung abzugeben, die anschließend gegen sie verwendet werde.
Sweeney schreibt: „Entwickler dazu zu zwingen, eine politische Erklärung zu verfassen, die von dem Mob, den man damit organisiert, gegen sie verwendet wird, ist abscheulich.“ In einem weiteren Beitrag ergänzt er: „Der Hauptzweck beider Kategorien von Angaben besteht darin, Kampagnen gegen Spiele voranzutreiben und ihnen Einnahmen und Lebensgrundlage zu entziehen, solange sie nicht die politischen Ziele dieser Bewegung übernehmen. Ja, die freie Wahl bei der Nutzung produktiver Technik zu blockieren, ist ein politischer Akt.“
Valve verlangt seit Januar 2024 Angaben zum Einsatz von KI in Spielen. Die Kennzeichnung unterscheidet zwischen vorab erzeugten und während der Laufzeit generierten Inhalten. Entwickler müssen die Angaben auf der Produktseite von Steam machen. Valve begründet die Regel mit Transparenz für Spieler.
Sweeney vertritt als Chef von Epic Games ein eigenes Interesse an offenen Werkzeugen für die Spieleproduktion. Epic stellt mit der Unreal Engine eine der verbreitetsten Engines und bietet mit dem Epic Games Store eine eigene Vertriebsplattform an. Die Auseinandersetzung über KI-Kennzeichnungen betrifft damit auch das Verhältnis der beiden Plattformbetreiber.
Sweeney hatte Valve bereits im Juni 2026 wegen der Kennzeichnung kritisiert. Damals argumentierte er, die Regel könne kleineren Teams schaden, die KI-Werkzeuge zur Produktion einsetzen. Neue Belege für eine Änderung der Valve-Regeln gibt es nicht.
Epic Games CEO calls Steam’s AI disclosure policies a political act
