Das englischsprachige Handbuch EU Video Games Law: A Handbook behandelt Rechtsfragen entlang der Produktion und Vermarktung von Spielen. Herausgegeben wird es von Christian-Henner Hentsch, Anselm Rodenhausen und Dara MacGreevy. Die erste Ausgabe umfasst 580 Seiten und erscheint bei Nomos in Zusammenarbeit mit C.H.Beck und Hart Publishing.
Die Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis nennt 41 Fachbeiträge. Die Themen reichen von Gründung, Finanzierung und Übernahmen über Urheberrechte und Publisher-Verträge bis zu digitalen Gegenständen, Datenschutz, Plattformpflichten und Marketing. Hinzu kommen eigene Beiträge zu Musik, Alterskennzeichnung, Let’s Plays und E-Sport.
Rechtsstand Februar 2026, keine laufend aktualisierte Gesetzessammlung
Das Vorwort nennt Februar 2026 als berücksichtigten Rechtsstand. Kommende Regelungen und die Diskussion über einen Digital Fairness Act werden teilweise ebenfalls behandelt. Die Unterscheidung ist wichtig: Ein besprochener Vorschlag ist nicht automatisch geltendes Recht, und spätere Änderungen können in der gedruckten Ausgabe fehlen.
Wie konkret solche Fragen den Betrieb eines Spiels betreffen, zeigt die Auseinandersetzung um In-Game-Währungen und europäisches Verbraucherrecht. Shopgestaltung und digitale Geschäftsmodelle sind nicht nur Vertriebsentscheidungen, sondern auch Gegenstand regulatorischer Prüfungen.
Beteiligte Kanzlei kündigte Vorstellung in Brüssel an
Die Kanzlei Wiggin kündigte für den 13. Oktober 2026 eine Vorstellung in Brüssel bei More Than Just A Game an. Ihre Autoren steuern Texte über Publishing-Verträge, Verbraucherschutz und geistiges Eigentum bei digitalen Gegenständen sowie urheberrechtliche Ausnahmen bei. Laut Verlagskatalog erschien das Buch bereits am 19. August 2026; die Brüsseler Präsentation ist deshalb nicht mit dem Erscheinungstermin gleichzusetzen.

