Timekettle hat LiveTalk als offene Ohrhörer mit vier Übersetzungsmodi vorgestellt. Das System verarbeitet persönliche Gespräche, Vorträge, Telefonate und Medieninhalte. Der Hersteller nennt einen Preis von 129 US-Dollar; das ist keine bestätigte deutsche Preisempfehlung in Euro.
Die Verarbeitung erfolgt zusammen mit der Timekettle-App auf dem Smartphone. Bei Anrufen benötigt die Gegenstelle laut Hersteller keine eigene App. Zwei Geräte können gleichzeitig verbunden bleiben, etwa ein Notebook für das Meeting und ein Smartphone für die Übersetzung. Beide Ohrhörer müssen für die Übersetzungsfunktionen verbunden sein.
200 Online-Minuten statt unbegrenzter Nutzung
Die Produkt-FAQ nennt 200 kostenlose Online-Übersetzungsminuten pro Gerät und Monat für alle vier Modi. Nicht genutzte Minuten verfallen beim Monatswechsel. Zusätzlicher Umfang wird über kostenpflichtige Pro-Angebote oder Minutenpakete bereitgestellt. Für längere Besprechungen ist deshalb nicht nur der Kaufpreis, sondern auch das laufende Nutzungskontingent relevant.
Timekettle nennt außerdem 25 Offline-Sprachpaare. Die aktuellen Produktangaben führen 54 Sprachen und 108 Akzente auf; die verschickte Pressemitteilung nennt abweichend 53 beziehungsweise 107. Die Übersetzungsqualität wurde von unserer Redaktion nicht getestet. Auch Timekettle weist darauf hin, dass Umgebungsgeräusche die Ergebnisse beeinflussen können.
Werkzeug für internationale Teams, kein Ersatz für Fachübersetzungen
Für Studios und IT-Teams sind internationale Meetings, Messegespräche und fremdsprachige Tutorials mögliche Einsatzfelder. Anders als selbst betriebene Übersetzungssoftware wie LibreTranslate ist LiveTalk auf das Zuhören und die mündliche Kommunikation ausgelegt, nicht auf die Integration einer Text-API in Lokalisierungsprozesse.
Transkripte und Zusammenfassungen lassen sich nach Herstellerangaben auf dem Smartphone speichern. Bei vertraulichen Projektbesprechungen müssen deshalb nicht nur die behauptete Verschlüsselung, sondern auch Aufzeichnung, Speicherung und Einwilligung geklärt werden. Die Marketingangaben zum Datenschutz sind keine unabhängige Prüfung durch die Redaktion.

