Ionic hat am 23. Januar 2019 die Version 4.0 seines Frameworks veröffentlicht. In der offiziellen Ankündigung beschreibt das Unternehmen den Wechsel von einer Angular-zentrierten Bibliothek zu einem UI-System für verschiedene Web-Frameworks.
Der Kern von Ionic 4 besteht aus Web Components auf Basis der Custom-Elements- und Shadow-DOM-Standards. Komponenten lassen sich dadurch mit Angular, React, Vue und auch ohne zusätzliches Framework einsetzen. Die Versionsseite zu Ionic 4.0.0 führt den finalen Release-Stand des Projekts.
Web Components statt Angular-Abhängigkeit
Bereits die Ionic-4-Beta führte Web Components und CSS-Variablen ein. In der finalen Fassung sind laut Ionic nahezu 100 Komponenten überarbeitet, für iOS und Material Design aktualisiert und auf die neue Web-Component-Pipeline mit Stencil umgestellt.
Stencil erzeugt die Komponenten für optimiertes Laden und Rendern. Ionic nennt asynchrones Nachladen und kleinere, bedarfsgerechte Pakete als Grundlagen für Progressive Web Apps. Die öffentliche Theming-API verwendet CSS Custom Properties, sodass Projekte ihre Oberfläche anpassen können, ohne interne Styles zu überschreiben.
Migration und weitere Frameworks
Ionic 4 nutzt die offiziellen Werkzeuge des jeweils eingesetzten Frameworks, etwa die Angular CLI. React- und Vue-Anbindungen waren zum Start noch als Alpha-Versionen gekennzeichnet. Auf der weiteren Roadmap standen Desktop-Unterstützung, bessere Tastaturbedienung und die Integration von Capacitor in die Ionic CLI.

