Microsoft hat Copilot mit den Bereichen Home, Code und Autopilot angekündigt. Home verbindet Chat, delegierte Aufgaben und Office-Dokumente. Code erzeugt kleinere Anwendungen und Automatisierungen. Autopilot ist als dauerhaft arbeitender, cloudbasierter Agent mit eigener Identität und Arbeitsumgebung vorgesehen.
Home und Code starten schrittweise im Frontier-Programm. Autopilot soll Ende September in eine erweiterte private Vorschau gehen. Die Ankündigung bedeutet daher nicht, dass jeder Microsoft-365-Arbeitsplatz die drei Funktionen bereits vollständig nutzen kann.
Verbrauchskosten zusätzlich zur Nutzerlizenz
Microsoft unterscheidet zwischen alltäglichen Chat- und Office-Aufgaben zum Lizenzpreis und agentischer Arbeit nach Verbrauch. Cowork, Code und Autopilot fallen in das nutzungsbasierte Modell. FinOps-Werkzeuge sollen Ausgabenrichtlinien, Freigaben und die Auswahl zulässiger Modellfamilien steuern.
Für Entwicklungsstudios betrifft das beispielsweise interne Planungswerkzeuge oder die Vorbereitung von Produktionsunterlagen. Ein Budget für Nutzerlizenzen allein deckt damit nicht zwangsläufig sämtliche automatisierten Abläufe. Laufzeit, Wiederholungen und Zugriff auf Unternehmensdaten gehören in die technische und wirtschaftliche Prüfung.
Interne Anwendungen bleiben ein IT-Thema
Code nutzt nach Microsofts Angaben dieselbe technische Basis wie GitHub Copilot, ist aber nicht mit dessen täglichem IDE-Einsatz gleichzusetzen. Eine Sandbox und der angekündigte Managed Runtime sollen Anwendungen innerhalb der Microsoft-365-Umgebung betreiben. Hosting, Datenzugriff und Freigaben müssen trotzdem zur jeweiligen Organisation passen; automatisch erzeugter Code ist kein Ersatz für Prüfung und Tests.

