Grafikkarten: Absatz fällt im dritten Quartal 2018 deutlich

Der Markt für diskrete Grafikkarten ist im dritten Quartal 2018 deutlich geschrumpft. Jon Peddie Research meldete am 28. November 2018 einen Rückgang der Add-in-Board-Lieferungen um 19,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 36,1 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2017.

Insgesamt wurden im Quartal 9,9 Millionen Grafikkarten mit diskreten GPUs ausgeliefert. Der Wert lag laut der Marktforschung deutlich unter dem üblichen saisonalen Verlauf, weil Hersteller und Vertrieb nach dem Ende des Krypto-Mining-Booms auf hohen Lagerbeständen saßen.

Mining-Nachfrage hinterlässt Überbestände

Jon Peddie Research führt den Einbruch vor allem auf eine zu hoch eingeschätzte Nachfrage aus dem Mining-Markt zurück. Add-in-Boards werden in Desktop-PCs, Workstations, Servern, Rendering-Systemen und Mining-Farmen eingesetzt. Für Spieler und Entwickler betrifft die Entwicklung damit sowohl die Verfügbarkeit als auch die Preisbildung bei leistungsfähigen Grafikkarten.

Nvidia gewann im Quartal Marktanteile unter den Anbietern diskreter Desktop-GPUs. AMD blieb als zweiter großer Anbieter im Markt, während die Lieferzahlen der gesamten Branche zurückgingen. Der GPU-Markt des Vorjahres hatte bereits gezeigt, wie stark die Mining-Nachfrage Preise und Lieferketten beeinflussen konnte.

Die JPR-Zahlen beziehen sich auf Lieferungen an den Markt und nicht auf direkt gemessene Verkäufe an Endkunden. Sie beschreiben damit die Entwicklung der Hardwarekette, geben aber zugleich einen Hinweis auf die Auslastung des PC-Grafikmarkts im Vorfeld der Weihnachtssaison 2018.

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