Die International Game Developers Association (IGDA) hat am 29. November 2018 drei Maßnahmen zur Selbstregulierung von Lootboxen vorgeschlagen. Geschäftsführerin Jen MacLean richtet den Aufruf an Entwickler und Unternehmen der Spielebranche.
Die Branche soll sich verpflichten, Lootboxen nicht an Kinder zu vermarkten. Beim Kauf sollen die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlicher Belohnungen klar offengelegt werden. Eine gemeinsame Informationskampagne soll außerdem die Bekanntheit elterlicher Kontrollfunktionen erhöhen.
Transparenz statt pauschalem Verbot von Zufallsbelohnungen
MacLean unterscheidet etablierte zufällige Beute von Echtgeldkäufen mit unbekanntem Inhalt. Sie warnt davor, dass ohne eigene Maßnahmen restriktive staatliche Regeln auch andere zufällige Belohnungssysteme erfassen könnten. Das ist die Position des Verbands, keine bereits beschlossene gesetzliche Vorgabe.
Ein konkretes Beispiel für freiwillige Transparenz gab es bereits im Juli 2018: Psyonix veröffentlichte die Drop-Raten der Crates in Rocket League. Der IGDA-Aufruf verlangt eine branchenweite Lösung und verbindet die Offenlegung mit Kinderschutz und verständlichen Informationen für Eltern.

