Zink: Mesa bringt OpenGL über Vulkan auf weitere Treiber

Die Khronos Group beschreibt mit Zink eine OpenGL-Implementierung auf Basis von Vulkan. Das Projekt ist als Mesa-Gallium-Treiber angelegt und nutzt die vorhandene OpenGL-Implementierung, um deren Aufrufe über einen Vulkan-Treiber an die Hardware weiterzugeben.

Der Ansatz richtet sich an Systeme, auf denen ein Vulkan-Treiber verfügbar ist, aber kein eigener OpenGL-Treiber für die jeweilige GPU gepflegt wird. OpenGL-Anwendungen können dadurch auf einer gemeinsamen Vulkan-Schicht aufsetzen. Für Entwicklerteams reduziert das perspektivisch den Aufwand, mehrere hardwarespezifische Treiberpfade parallel zu betreuen.

OpenGL bleibt über Vulkan nutzbar

Zink ersetzt nicht die OpenGL-Programmierschnittstelle. Die Anwendung verwendet weiterhin OpenGL, während Mesa die Befehle über den Gallium-Treiber in Vulkan-Aufrufe überführt. Leistungsfähigkeit und Funktionsumfang hängen damit vom Stand des Zink-Projekts und von den Fähigkeiten des jeweiligen Vulkan-Treibers ab.

Die Entwicklung knüpft an die Fortschritte der offenen Grafiktreiber an. Ein früherer Mesa-Stand hatte bereits OpenGL 4.5 und weitere Linux-Grafikfunktionen gebündelt. Zink verfolgt einen anderen Schwerpunkt, indem es OpenGL auf vorhandener Vulkan-Infrastruktur aufsetzt.

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