Atom 1.32: Tree-sitter wird zum Standard für die Codeanalyse

Das Atom-Projekt hat am 23. Oktober 2018 Version 1.32 seines Editors veröffentlicht. Die neue Ausgabe aktiviert das inkrementelle Parsersystem Tree-sitter standardmäßig und senkt laut Ankündigung den Speicherverbrauch der Anwendung.

Tree-sitter analysiert den Quelltext während der Eingabe und erzeugt daraus Syntaxbäume. Atom nutzt diese Struktur für eine präzisere Syntaxhervorhebung und Code-Faltung. Die offiziellen Release Notes führen die weiteren Änderungen der Version 1.32 auf.

Syntaxbäume für elf Sprachen

Zum Start arbeitete Tree-sitter in Atom mit Bash, C, C++, ERB, EJS, Go, HTML, JavaScript, Python, Ruby und TypeScript. Zusätzlich kamen die Befehle zum Auswählen des größeren oder kleineren Syntaxknotens hinzu. Sie waren unter macOS standardmäßig an Alt plus Pfeil nach oben beziehungsweise Alt plus Pfeil nach unten gebunden.

Die neue Parserbasis knüpft an die vorherige Atom-Version mit GitHub-Integration an, deren Schwerpunkt auf Pull Requests und Build-Status im Editor lag. Für Entwicklungsumgebungen von Spiele- und Softwareteams ist die genauere Codeanalyse vor allem bei großen Dateien, gemischten Sprachen und automatisierten Prüfungen relevant.

Weniger Speicherbedarf durch V8-Startabbild

GitHub reduzierte nach eigenen Angaben den Speicherbedarf des Haupt- und des Renderer-Prozesses jeweils um 45 Megabyte. Dafür wurde das Startskript mit electron-link zusammengeführt und stärker minimiert, bevor Atom daraus ein V8-Startabbild erzeugte. Der Editor sollte dadurch mit einer kleineren Grundlast starten.

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