Überarbeitete Messungen von Principled Technologies sehen den Intel Core i9-9900K in Spielen nur noch mit einem durchschnittlichen Vorsprung von rund 12 Prozent vor dem Ryzen 7 2700X. Die aktualisierte Benchmark-Studie korrigiert damit frühere Ergebnisse, bei denen der Ryzen-Prozessor im Spielmodus nur mit vier statt acht Kernen betrieben worden war.
In den einzelnen Spielen lag der Vorsprung des Core i9-9900K in der neuen Messreihe meist zwischen 5 und 25 Prozent. Ausreißer gab es unter anderem bei Counter-Strike: Global Offensive. Die Messungen nutzten beim Ryzen 7 2700X weiterhin schnelleren DDR4-2933-Speicher mit weniger aggressiven Latenzen als beim Intel-Chip.
Testaufbau beeinflusst die Spieleleistung
Die Studie blieb deshalb auch nach der Korrektur nur eingeschränkt aussagekräftig. Viele Spiele wurden in 1080p getestet und liefen dabei in ein GPU-Limit. Außerdem kam beim Ryzen der Boxed-Kühler zum Einsatz, während die Bedingungen für die beiden Plattformen nicht vollständig gleich waren. Für belastbare Vergleiche müssen Prozessor, Arbeitsspeicher, Kühlung und Grafikkarte gemeinsam betrachtet werden.
Der Core i9-9900K sollte im Oktober 2018 erscheinen. Intel plante damit den ersten Achtkern-Prozessor für den Sockel 1151 v2. Der Chip sollte mit bis zu 5 GHz takten und einen verlöteten Heatspreader erhalten. Die Entwicklung folgte auf den Core i7-8086K mit sechs Kernen und bis zu 5 GHz.

