Mehrere Glücksspielbehörden aus Europa und den USA haben am 17. September 2018 vor der Vermischung von Glücksspiel und Videospielen gewarnt. Die offizielle Erklärung der britischen Gambling Commission nennt insbesondere Skin-Wetten und Lootboxen.
Nach Angaben der Behörde unterzeichneten zunächst 15 europäische Glücksspielaufsichten sowie die Washington State Gambling Commission eine gemeinsame Vereinbarung. Sie wollten gegen nicht lizenzierte Drittanbieter vorgehen, die Gegenstände aus populären Spielen für Wetten verwenden. Die Behörden forderten außerdem, dass Lootboxen nach den jeweiligen nationalen Glücksspielgesetzen geprüft werden.
Plattformen und Spieleanbieter sollen handeln
Die Erklärung richtet sich nicht nur an Entwickler und Publisher. Auch Technologieplattformen sollten dabei helfen, illegale Wettangebote zu unterbinden. Die Behörden verwiesen zudem auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen, die mit Skin-Wetten oder kostenpflichtigen Zufallsinhalten in Kontakt kommen können.
Die Debatte knüpfte an die Kennzeichnung von In-Game-Käufen durch das ESRB an, zielte aber auf eine andere Rechtsfrage. Die gemeinsame Erklärung stellte keine einheitliche Einstufung aller Lootboxen als Glücksspiel fest, sondern kündigte eine engere Zusammenarbeit und weitere Prüfungen an.

