New Mexico verklagt Tiny Lab und Google wegen Datensammlung in Kinder-Apps

Die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaats New Mexico verklagte im September 2018 Tiny Lab Productions, Google und mehrere Werbepartner. In der offiziellen Mitteilung vom 12. September ging es um die Sammlung von Standortdaten und anderen persönlichen Informationen in Spielen, die sich an Kinder richteten.

Tiny Lab entwickelte laut der eingereichten Klageschrift mobile Spiele für Kinder. Die Behörde warf dem Studio und den beteiligten Unternehmen vor, Daten aus den Apps an Werbenetzwerke weiterzugeben, ohne die nach dem US-Kinderdatenschutzgesetz COPPA erforderliche Zustimmung der Eltern einzuholen.

Vorwürfe gegen Datenflüsse in mobilen Spielen

In der Klage wurden unter anderem Standortdaten, dauerhafte Gerätekennungen und weitere Informationen genannt. Die Generalstaatsanwaltschaft argumentierte, dass die betroffenen Anwendungen wegen ihrer Gestaltung und Vermarktung als Angebote für Kinder einzustufen seien. Die rechtliche Bewertung war zu diesem Zeitpunkt Gegenstand des Verfahrens.

Für Spieleentwickler betraf der Fall damit nicht nur die Datenschutzerklärung einer App. Tracking-SDKs, Werbeverträge und die Auswahl der Zielgruppen mussten bereits bei der technischen Planung berücksichtigt werden. Besonders relevant war die Frage, ob ein Spiel auch dann unter COPPA fällt, wenn der Entwickler die Altersgruppe nicht ausschließlich als Kinder beschreibt.

Die Klage stellte zunächst Behauptungen der Behörde dar und war keine rechtskräftige Feststellung. Sie zeigte jedoch, dass mobile Spiele und ihre Werbetechnik zunehmend zum Gegenstand datenschutzrechtlicher Verfahren wurden.

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