Igarashi: Einzelspieler-Spiele bleiben trotz Multiplayer-Trend bestehen

Koji Igarashi erwartet keinen grundlegenden Wandel zugunsten von Multiplayer-Spielen. Das erklärte der Produzent von Bloodstained: Ritual of the Night in einem Interview mit GamesIndustry.biz nach einem Panel auf der PAX West 2018. Seiner Einschätzung nach bleiben Einzelspieler- und Mehrspielerproduktionen unterschiedliche Märkte mit jeweils eigener Zielgruppe.

Igarashi verwies zugleich auf den wirtschaftlichen Druck durch besonders profitable Multiplayer-Spiele. Große Publisher könnten diese Modelle leichter finanzieren, während unabhängige Studios mit Einzelspielerprojekten mehr Raum für eigene Ideen hätten. Für Entwickler sei die Herstellung eines großen Einzelspielerspiels riskanter, die Nachfrage nach solchen Erfahrungen verschwinde aber nicht.

Bloodstained entstand außerhalb klassischer Publisher-Strukturen

Bloodstained: Ritual of the Night startete als Kickstarter-Projekt. Igarashi beschrieb im Interview, dass größere Publisher zunächst keinen ausreichenden Markt für ein seitlich scrollendes Spiel gesehen hätten. Die erfolgreiche Finanzierung bestätigte aus seiner Sicht, dass ein solches Projekt auch außerhalb der üblichen Produktionsmodelle tragfähig sein kann. Ein ähnlicher Blick auf die Wirkung einer Kickstarter-Kampagne stand bereits beim Indie-Projekt Pony Island im Mittelpunkt.

Die Entwicklung von Bloodstained lag 2018 bei ArtPlay, dem von Igarashi gegründeten Studio. Die offizielle ArtPlay-Seite führt Bloodstained heute als eines der Projekte des Unternehmens. Im Interview ging es außerdem um die wachsende japanische Indie-Szene und die Frage, wie Teams mit überschaubaren Budgets eigene Einzelspielerideen umsetzen können.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein