Jens Kosche, damals Country Manager DACH von Electronic Arts, hat in einem Interview zur gamescom 2018 über FIFA 19, politische Rahmenbedingungen und die Vertriebsstrategie des Publishers gesprochen. EA belegte zur Messe die komplette Halle 1 und stellte unter anderem FIFA 19 und Battlefield V in den Mittelpunkt.
Kosche verwies auf die Integration der Champions League in FIFA 19 und bezeichnete den Saisonstart des Fußballspiels als wichtigen Termin für das Geschäft. Zugleich sprach er über den Standort Köln und die Suche nach Fachkräften. EA beschäftigte dort unter anderem ein Video-Team, weil geeignete Mitarbeitende nicht an jedem Standort gleichermaßen verfügbar seien.
Förderung und Rahmenbedingungen der Branche
Im Gespräch ging es außerdem um die politische Gleichstellung von Games mit anderen Kulturgütern und um die Förderung der Branche. Kosche war seit Januar 2018 Mitglied im Vorstand des Verbands game. Eine konkrete Bewertung der deutschen Förderinstrumente verband er mit der Frage, ob Unternehmen und Standorte im internationalen Vergleich auf Augenhöhe agieren können.
EA beobachtete nach Kosches Einschätzung zudem einen Wandel bei den Nutzungsmodellen. Gerade jüngere Spieler wollten Spiele nicht immer besitzen, sondern nutzen. EA Access Premier stand auf der gamescom als Beispiel für ein Angebot, bei dem der Zugriff auf Spiele stärker über ein Abonnement als über einzelne Käufe organisiert wurde.
Das Interview beschreibt damit neben der Messepräsenz auch geschäftliche Themen, die für Studios und Publisher relevant waren: Fachkräfte, Standortbedingungen, öffentliche Förderung und der Übergang von Einzelverkäufen zu laufenden Diensten.

