Der game-Verband hat am 15. August 2018 17 Prozent Umsatzwachstum im deutschen Games-Markt für das erste Halbjahr gemeldet. Die Mitteilung nennt rund 1,5 Milliarden Euro. Wachstumstreiber sind virtuelle Güter und Zusatzinhalte mit einem Plus von 40 Prozent sowie Online-Dienstgebühren mit 92 Prozent.
Die Umsatzarten wachsen nicht gleichmäßig
| Umsatzart | Erstes Halbjahr 2018 |
|---|---|
| Kauf von Spielen | 445 Millionen Euro |
| Mikrotransaktionen: virtuelle Güter und Zusatzinhalte | 866 Millionen Euro |
| Abonnements | 57 Millionen Euro |
| Gebühren für Online-Dienste | 150 Millionen Euro |
Der klassische Spieleverkauf geht laut game um 12 Prozent zurück. Die Grafik führt Online-Gebühren und Abonnements separat auf. Aus dem Wachstum der Online-Gebühren folgt deshalb kein entsprechendes Wachstum der anderen Kategorie. Für Spiele-Apps nennt die Mitteilung 683 Millionen Euro und ein Plus von 40 Prozent; dieser Plattformteilmarkt ist kein zusätzlich auf die Gesamtsumme aufzuschlagender Betrag.
Vorjahresmeldungen verwenden unterschiedliche Vergleichswerte
Für das erste Halbjahr 2017 war zuvor ein Wachstum von 11 Prozent gemeldet worden. Die damalige Verbandsmitteilung vom September 2017 nennt rund 1,08 Milliarden Euro Gesamtumsatz. Die neue Grafik setzt für denselben Zeitraum dagegen 1,304 Milliarden Euro an. Die Mitteilung erklärt diese Abweichung nicht. Die beiden Veröffentlichungen dürfen daher nicht ohne Prüfung ihrer Erhebungsbasis als unveränderte Zeitreihe behandelt werden.
Für die Marktdaten 2018 nennt game GfK Consumer Panel, GfK POS Measurement und App Annie. Daneben enthält die Veröffentlichung eine YouGov-Online-Umfrage mit 2.014 Teilnehmern vom 25. bis 30. Juli 2018. Die gewichteten Ergebnisse sind für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren repräsentativ.
In der Teilgruppe der 16- bis 24-Jährigen halten 66 Prozent Games-Unternehmen für interessante Arbeitgeber. Diese Altersgruppe ist nicht mit der gesamten Stichprobe gleichzusetzen. Die Umfrageergebnisse sind außerdem von den erfassten Umsätzen zu unterscheiden. Alle Zahlen beziehen sich auf die Veröffentlichung von 2018.

