NVIDIA hat im Rahmen der Turing-Ankündigungen die Material Definition Language als Open Source freigegeben . Das zugehörige MDL SDK soll Anwendungen dabei unterstützen, physikalisch basierte Materialien und Lichtdefinitionen zwischen verschiedenen Render-Werkzeugen auszutauschen.
MDL beschreibt Materialeigenschaften auf einer höheren Ebene als eine klassische Shader-Sprache. Der offizielle MDL-SDK-Code auf GitHub richtet sich an Entwickler, die MDL in Anwendungen mit 2D- oder 3D-Grafik integrieren. Zum Paket gehören unter anderem Compiler-, Laufzeit- und Backend-Komponenten.
Gemeinsame Materialbasis für mehrere Renderer
NVIDIA nannte als Beispiele Allegorithmic Substance Designer, Chaos Group V-Ray und Epic Unreal Studio 4.20. Ein Material kann damit in einem unterstützten Werkzeug erstellt und anschließend in weitere Renderpfade übernommen werden, ohne seine grundlegende Beschreibung für jede Anwendung neu anzulegen.
Die offizielle MDL-Dokumentation und die Release Notes führen die Sprachspezifikation, das Handbuch und die SDK-Komponenten getrennt auf. Diese Dokumentation ist für Renderer- und Pipeline-Teams relevant, die Materialdefinitionen in eigene Werkzeuge oder Produktionsabläufe einbinden möchten.
SDKs für die Turing-Generation
Der NVIDIA-Beitrag bündelte MDL mit weiteren Entwicklerpaketen für die Turing-Generation, darunter GameWorks- und NGX-Komponenten. Der Schritt folgte auf weitere SIGGRAPH-Ankündigungen zu offenen Grafikwerkzeugen und zielte auf besser kombinierbare Grafikpipelines für Anwendungen und Spieleproduktionen.

