Der game-Verband meldete am 14. August 2018 einen weiteren Rückgang des Anteils deutscher Spieleproduktionen am heimischen Games-Markt. 2017 entfielen 5,4 Prozent des Umsatzes auf Titel aus Deutschland, nach 6,4 Prozent im Jahr 2016. Das entspricht rund 119 Millionen Euro bei einem Marktvolumen von mehr als 2,2 Milliarden Euro ohne Hardware, Online-Netzwerke und Hybrid Toys.
Der deutsche Games-Markt insgesamt wuchs 2017 laut Jahresreport der deutschen Games-Branche 2018 auf rund 3,3 Milliarden Euro. Der Verband veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Reports und verband sie mit der Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für die Entwicklung digitaler Spiele.
PC und Konsole entwickeln sich gegen den Trend
Die einzelnen Teilmärkte zeigen ein unterschiedliches Bild. Bei PC- und Konsolenspielen stieg der Umsatzanteil deutscher Produktionen von 0,5 Prozent im Jahr 2016 auf knapp 1 Prozent im Jahr 2017. Als Beispiele nennt der Report unter anderem Elex von Piranha Bytes und The Surge von Deck 13.
Bei Smartphone- und Tablet-Spielen sank der Anteil dagegen von 4,2 auf 3,7 Prozent. Auch Online- und Browser-Games verloren: Ihr Anteil ging von 24 auf 17 Prozent zurück. Der Report führt den Druck durch das wachsende Angebot und die damit verbundenen Marketingkosten als wichtige Faktoren an.
Förderung bleibt ein Thema für Studios
Der game-Verband verwies auf Wettbewerbsnachteile gegenüber Ländern mit stärkerer Förderung. Gefordert wurden unter anderem ein Ausbau der Entwicklungsförderung, bessere Bedingungen für Start-ups und Gründer sowie eine stärkere Unterstützung von Netzwerken und Bildungseinrichtungen.

