MobyGames trennt die Kontrolle über ein persönliches Entwicklerprofil von Änderungen an dokumentierten Spiele-Credits. Produktmanager Reece Denzel erläutert diese Unterscheidung im Interview mit GamesIndustry.biz vom 24. September. Wer ein Profil beansprucht, kann zusätzliche Angaben zur eigenen Arbeit veröffentlichen, erhält aber keine freie Bearbeitungsbefugnis für die strukturierten Credits.
Die Funktionen gehören zur im Juni gestarteten Beta von Moby Professional. Atari hatte in der ursprünglichen Ankündigung bereits Profilübernahme, genauere Rollenbeschreibungen und Privatsphäre-Einstellungen beschrieben. Das neue Interview erklärt vor allem, wie persönliche Darstellung und überprüfte Archivdaten zusammenarbeiten.
Identität und Mitarbeit sind unterschiedliche Nachweise
Denzel beschreibt eine von Menschen durchgeführte Identitätsprüfung. Das Verfahren zur Kontrolle von Credits bleibe davon getrennt und unverändert. Die Datenbank stützt sich unter anderem auf Abspann-Screenshots sowie gelegentlich auf Unterlagen von Unternehmen. Eine Community aus Beitragenden und Prüfenden betreut die Einträge.
Portfolioseiten können Arbeitsproben, Screenshots und ausführlichere Beschreibungen einer Tätigkeit mit den vorhandenen Credits verbinden. Für Bewerbungen ist diese Ergänzung nützlich: Ein Name im Abspann erklärt noch nicht, an welchen Werkzeugen, Spielabschnitten oder Produktionsschritten jemand beteiligt war. Umgekehrt ist die Bestätigung einer Identität allein kein Nachweis jeder selbst beschriebenen Aufgabe.

