Die Qt Company hat am 18. Juli 2018 Qt Creator 4.7 veröffentlicht. Die Entwicklungsumgebung setzt das Clang-Code-Modell nun standardmäßig ein und aktualisiert die integrierte Clang-Basis auf Version 6.0. Damit erhält die C++-Analyse eine neue Grundlage für Projekte, die Qt oder andere native Bibliotheken verwenden.
Die offizielle Übersicht der 4.7-Änderungen nennt neben dem Clang-Backend neue Werkzeuge für Clang-Tidy und Clazy. Die statischen Prüfungen können auf ein gesamtes Projekt oder einen ausgewählten Teil angewendet werden. Funktionen wie die Symbolnavigation und Follow Symbol greifen ebenfalls auf das Clang-Modell zurück.
Testläufe und QML-Modell erweitert
Für die Testintegration ergänzt Qt Creator 4.7 eine Aktion zum Ausführen des Tests unter dem Cursor. Die Oberfläche zeigt außerdem fehlgeschlagene Tests direkt im Editor an. Für Google Test kommt eine Filteroption hinzu. Im QML-Code-Modell gibt es eine grundlegende Unterstützung für benutzerdefinierte Aufzählungen sowie Korrekturen bei der Formatierung.
Die Version bringt zusätzlich Änderungen an Kits, Projektansicht und Dateisystemansicht. Entwickler können Ordner direkt aus der Dateiansicht anlegen und erhalten für verschiedene Dateienigenschaften einen eigenen Dialog. Qt Creator 4.7 ergänzt damit die frühere Qt-Creator-Version 4.6 um ein aktualisiertes Analysemodell und weitere Arbeitsabläufe für C++-Projekte.
Qt Creator ist für Windows, macOS und Linux verfügbar. Die offene Fassung steht über die Qt-Downloadseite bereit, kommerzielle Pakete werden über das Qt Account Portal verteilt. Der Versionssprung ist auch für technische Teams interessant, die eigene Werkzeuge, Editoren oder interaktive Anwendungen mit C++ und Qt entwickeln.
