Apple hat am 4. Juni 2018 angekündigt, die Grafik- und Compute-Schnittstellen OpenGL und OpenCL in macOS Mojave 10.14 als veraltet einzustufen. Die WWDC18-Präsentation verweist Entwickler stattdessen auf Metal als langfristigen Weg für Grafik- und Rechenaufgaben.
Die Änderung betrifft Anwendungen, die auf dem Mac mit OpenGL rendern oder OpenCL für Berechnungen auf CPU und GPU einsetzen. Für Entwicklungsumgebungen von Spielen, 3D-Werkzeugen und interaktiven Anwendungen wird damit die Pflege eines weiteren Grafikpfads wichtiger, wenn macOS als Build- oder Testplattform dient. Apple entfernte die Schnittstellen mit Mojave nicht sofort, sondern ließ sie für die Kompatibilität zunächst im System.
Metal als Ziel für neue Renderingpfade
Apple empfahl in der Präsentation, bestehende NSOpenGLView-Implementierungen auf MTKView umzustellen. Die Plattform bietet mit Metal eine eigene API für die GPU-Ansteuerung und verbindet Grafik- und Compute-Funktionen in einem gemeinsamen Entwicklungsmodell. Die Richtung hatte Apple bereits mit Metal 2 für eGPU- und VR-Anwendungen auf dem Mac ausgebaut.
OpenGL und OpenCL bleiben zunächst verfügbar
Die Release Notes zu macOS Mojave führen OpenGL und OpenCL weiterhin als vorhanden, aber veraltet. Neue Projekte sollten deshalb Metal prüfen, während bestehende Anwendungen ihre Migration nach Aufwand und Zielplattform planen können. Für ältere Werkzeuge bleibt die Kompatibilität erhalten, solange Apple die APIs noch mitliefert.

