Valve hat am 10. April 2018 die neuen Privatsphäre-Einstellungen für Steam veröffentlicht. Die Sichtbarkeit von Spielebibliothek, Wunschliste, Erfolgen und Spielzeit lässt sich seitdem gezielter steuern. Für Steam Spy fällt damit die wichtigste Datengrundlage weg, weil die Spiele von Nutzerkonten standardmäßig nicht mehr öffentlich einsehbar sind.
Der Betreiber von Steam Spy erklärte in einem Status, dass der Dienst unter diesen Bedingungen nicht mehr wie bisher arbeiten könne. Das Analysewerkzeug sammelte öffentlich sichtbare Besitzdaten und leitete daraus Schätzungen zu Reichweite und Verkäufen einzelner PC-Spiele ab. Gerade kleinere Studios nutzten solche Werte, weil Valve keine vollständige öffentliche Verkaufsstatistik für Steam bereitstellt.
Neue Voreinstellung verändert Marktdaten
Die Änderung betrifft nicht nur Steam Spy. Auch andere Dienste, die Bibliotheken oder Spielzeiten aus öffentlichen Profilen auswerteten, verlieren durch die neue Voreinstellung einen Teil ihrer Datenbasis. Nutzer können die Sichtbarkeit in ihrem Profil weiterhin anpassen. Eine ausreichend große und verlässliche Stichprobe ist dadurch aber nicht garantiert.
Für Entwickler verschiebt sich damit der Zugang zu externen Marktindikatoren. Steam Spy war bereits zuvor keine offizielle Verkaufsstatistik und lieferte Schätzwerte. Die frühere Analyse zu Steam-Daten zeigt, wie stark solche Auswertungen von der verfügbaren Datenbasis abhängen.

