Jon Peddie Research meldet für das vierte Quartal 2017 einen Rückgang der weltweiten GPU-Lieferungen um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sanken die Auslieferungen um 4,8 Prozent. Der Marktbericht von Jon Peddie Research führt die Entwicklung auch auf die Nachfrage durch Kryptomining zurück.
Für das Gesamtjahr nennt die Analyse mehr als 363 Millionen ausgelieferte Grafikchips. Bei den Marktanteilen gewann AMD im Jahresvergleich 8,1 Prozent hinzu, während NVIDIA 6 Prozent und Intel 2 Prozent verloren. Die Zahlen umfassen integrierte und diskrete Grafiklösungen sowie PC-, Notebook- und eingebettete Systeme.
Mehr als drei Millionen Grafikkarten für Kryptominer
Nach Angaben von Jon Peddie Research gingen 2017 mehr als drei Millionen Add-in-Boards an Kryptominer. Der damit verbundene Umsatz lag bei rund 776 Millionen US-Dollar. AMD profitierte besonders von dieser Nachfrage. Für Spieler und Entwickler verteuerten sich dadurch vor allem Modelle aus dem mittleren und oberen Leistungssegment.
Jon Peddie Research erwartete, dass die Mining-Nachfrage wegen sinkender Margen und höherer Stromkosten nachlassen würde. Einen schnellen Preisrückgang sah die Analyse trotzdem nicht. Für den Markt blieb Gaming der wichtigste Absatztreiber. Ein früherer Bericht zur GeForce GTX 1080 Ti hatte bereits gezeigt, welche Leistungsklasse diskrete GPUs für Spiele, DirectX 12 und VR abdecken.

